Widgets Magazine
18:08 20 September 2019
SNA Radio
    Bau der Pipeline Nord Stream 2

    Darum wollen die USA Nord Stream 2 platzen lassen - Russischer Politiker

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Politik
    Zum Kurzlink
    5713390
    Abonnieren

    Der Vorsitzende der Kommission für Informationspolitik beim Föderationsrat (russisches Oberhaus), Alexej Puschkow, hat am Sonntag auf Twitter erklärt, welches Ziel die USA mit dem Versuch verfolgen, den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zum Scheitern zu bringen.

    „Wenn Nord Stream 2 nicht termingemäß in Betrieb genommen wird, so werden die Europäer gezwungen sein, acht bis 24 Milliarden Euro für den Import von verflüssigtem Gas zu zahlen, um den Mangel an russischem Gas auszugleichen“, twitterte Puschkow.  

    ​Dabei werde der Löwenanteil dieser Mittel an Washington gehen.

    „Deswegen bemühen sich die USA, das Projekt zum Scheitern zu bringen oder zumindest seine Vollendung zu bremsen“, so Puschkow.

    OSZE-Resolution

    Zuvor hatte der Politik- und Sicherheitsausschuss der Parlamentarischen Versammlung der OSZE eine kritische Resolution gegen die Pipelines Nord Stream 2 und Turkish Stream verabschiedet. Die beiden Projekte werden darin als mögliche Instrumente zur Ausübung politischen und wirtschaftlichen Drucks auf energieabhängige Staaten bemängelt. Der zugrunde liegende Entwurf wurde von US-Abgeordneten vorgelegt.

    Nord Stream 2

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Strängen von der russischen Küste über den Meeresgrund der Ostsee bis zur Küste Deutschlands parallel zur bereits bestehenden Pipeline Nord Stream vor. Die geplante Durchsatzkapazität beträgt insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Die Leitung verläuft im Territorialgewässer von Deutschland, Finnland, Schweden und Russland.

    Die USA stehen dem Projekt kritisch gegenüber. Sie üben weiterhin Druck auf die europäischen Länder und insbesondere auf Deutschland aus, um sie zum Verzicht auf den Pipeline-Bau zu bewegen.

    ns/mt

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Alexej Puschkow, Nord Stream 2, Deutschland, USA, Russland