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    Peking, China (Symbolbild)

    China kündigt Militärübungen nahe Taiwan an

    © AP Photo / Alexander F. Yuan
    Politik
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    China wird in den nächsten Tagen Militärübungen in der Nähe der Insel Taiwan durchführen. Das geht aus einer Erklärung des chinesischen Verteidigungsministeriums hervor, die am Sonntag vor dem Hintergrund eines US-Besuchs des Chefs der Inselverwaltung und des von Washington gebilligten Waffenverkaufs an Taipeh veröffentlicht wurde.

    „Die Volksbefreiungsarmee Chinas wird in den nächsten Tagen Militärübungen im Luftraum und im Meer vor der Südostküste durchführen. Das sind geplante Maßnahmen, die in Übereinstimmung mit dem Jahresplan der Streitkräfte organisiert werden“, so die Erklärung.

    Das Verteidigungsministerium gab keine näheren Details bekannt. Wie Medien darüber spekulieren, sei der festgelegte Termin für die Militärmanöver kein Zufall. Peking wolle damit signalisieren, dass Taipeh und Washington mit Provokationen aufhören sollten, nachdem zahlreiche Aufrufe des chinesischen Außenamtes die Situation nicht beeinflusst hätten.

    Zuvor war bekannt geworden, dass das US-Außenministerium den Verkauf von Panzern M1A2T Abrams und tragbaren Fla-Raketenkomplexen Stinger samt Ausrüstungen im Gesamtwert von mehr als zwei Milliarden Dollar an Taiwan gebilligt hatte. Taiwan bittet auch, 108 Spezialpanzer, 14 gepanzerte Reparaturfahrzeuge M88A1, 16 Schleppfahrzeuge und mehr als 300 Maschinengewehre wie auch verschiedenartige Munition und Ausrüstungen zu verkaufen. Darüber hinaus wurde dem Verkauf von mehr als 250 tragbaren Fla-Raketenkomplexen Stinger im Gesamtwert von mehr als 223 Millionen Dollar zugestimmt.

    Der amtliche Sprecher des chinesischen Außenministeriums erhob gegenüber den USA Protest im Zusammenhang mit dem Waffenverkauf. Er erklärte, dass die VR China Sanktionen gegen die US-Unternehmen verhängen werde, die sich am Verkauf von Waffen an Taiwan beteiligen würden.

    ls/mt

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