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    Insel Schikotan des Kurilen-Archipels

    Gebietsstreit mit Japan: Russland lehnt Verhandlungen ab – Medien

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    Politik
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    Moskau hat sich geweigert, mit Tokio die Frage der Übergabe von zwei Kurilen-Inseln zu erörtern, meldet die Agentur Kyodo unter Berufung auf Quellen in russischen Diplomatenkreisen.

    Nachdem sich Russlands Präsident Wladimir Putin und der japanische Premier Shinzo Abe im November 2018 darauf verständigt hätten, möglichst aktiv am Abschluss eines Friedensvertrages auf der Grundlage der bilateralen Gemeinsamen Deklaration vom 19. Oktober 1956 zu arbeiten, habe Tokio gehofft, bei einem Treffen am Rande des G20-Gipfels gewisse Vereinbarungen erzielen zu können, so Kyodo.

    Doch die russische Seite habe darauf bestanden, dass „die 1956 unterzeichnete Deklaration nicht in ihrer heutigen Form angewendet werden darf“. Moskau befürchte unter anderem eine zunehmende Personalstärke der in Japan befindlichen US-Truppen im Rahmen des Bündnisses von Washington und Tokio.

    Laut Kyodo hat Russland von Japan keine konkrete Antwort auf die Frage erhalten, wie Tokio die Besorgnisse Moskaus zu beseitigen beabsichtige. Aus diesem Grund habe die russische Seite auf Verhandlungen über zwei Kurilen-Inseln verzichtet.

    Das Kurilen-Problem

    Die japanische Seite bestreitet seit Jahren die Zugehörigkeit der Inseln Kunaschir, Schikotan, Iturup und Habomai zu Russland und beruft sich dabei auf einen bilateralen Handels- und Grenzvertrag aus dem Jahr 1855. Moskau geht davon aus, dass diese Inselgruppe im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges in den Staatsbestand der Sowjetunion (Rechtsvorgängerstaat Russlands) aufgenommen wurde und die völkerrechtlich verankerte russische Souveränität über diese Territorien nicht anzuzweifeln ist.

    ls/sb

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    Tags:
    USA, Shinzo Abe, Wladimir Putin, Agentur Kyodo, Kurilen, Japan, Russland