Widgets Magazine
14:47 18 August 2019
SNA Radio
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

    Spahn will Krankenpfleger aus dem Kosovo

    © REUTERS / HANNIBAL HANSCHKE
    Politik
    Zum Kurzlink
    Ilona Pfeffer
    433112

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will dem Pflegenotstand in Deutschland mit dem Anwerben junger Alten- und Krankenpfleger aus dem Kosovo begegnen. Für Gespräche über die angebahnte Kooperation ist Spahn am Montag in die kosovarische Hauptstadt Pristina gereist.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Kosovo um Alten- und Krankenpfleger geworben, um Abhilfe für den Pflegenotstand in Deutschland zu schaffen. Nationale Herausforderungen bedürften auch internationaler Antworten, schrieb Spahn auf Twitter nach der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit dem kosovarischen Gesundheitsminister Uran Ismaili.

    ​Laut einer Meldung der dpa traf sich Spahn außerdem mit Pflegeschülern in Pristina, um mit ihnen über Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland zu sprechen. Im Kosovo gebe es viele arbeitslose junge Menschen und es gehe darum, „dass wir mit Ländern kooperieren, die über den eigenen Bedarf hinaus bei der jungen Bevölkerung ausbilden“, so der deutsche Gesundheitsminister.

    Die Reaktionen auf Spahns Vorstoß sind gespalten. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus (CDU), begrüßte im ZDF Morgenmagazin die Initiative des Gesundheitsministers ausdrücklich und sagte, dies könne eine „Win-win-Situation“ für Deutschland und den Kosovo werden. Weniger überzeugt nahmen sich die Reaktionen auf Twitter aus. Diese Nutzerin fragt beispielsweise, weswegen Deutschland nicht stattdessen junge Flüchtlinge ausbildet, die dankbar für eine solche Chance wären.

    ​Linken-Abgeordnete Anke Domscheit-Berg scheint diesen Bedenken beizupflichten.

     

    ​Und dieser Nutzer wünscht sich eine Debatte über bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter in der Pflege statt „Billigkräften“ aus dem Ausland.

     

    ​Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fehlen in Deutschland mindestens 50.000 Kräfte in der Pflege.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Kosovo, Jens Spahn