16:16 15 Dezember 2019
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    Recep Tayyip Erdogan

    Mit Russland bei Luftabwehrsystemen kooperieren – Erdogan nennt Ziel der Türkei

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    Ankara hat sich laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine Kooperation mit Russland bei der Herstellung von Luftabwehrsystemen zum Ziel gesetzt.

    Das türkische Verteidigungsministerium gab am vergangenen Freitag den Beginn der Lieferungen von S-400-Systemen an das Land bekannt. Die für die militärtechnische Zusammenarbeit zuständige russische Behörde FSWTS bestätigte diese Informationen.

    „Sie sagten, die Türkei würde die S-400 nicht kaufen! Aber bereits das achte Flugzeug (mit Bauelementen von S-400 – Anm. d. Red.) ist gelandet. Es wird entladen. Ich hoffe, dass wir diesen Prozess im April 2020 abschließen werden. Wir werden zu einem der wenigen Länder mit den modernsten Luftabwehrsystemen. Das Ziel ist ihre gemeinsame Herstellung mit Russland, und wir werden es tun”, sagte Erdogan anlässlich des dritten Jahrestages  des Putschversuchs gegen seine Regierung.

    US-Druck auf die Türkei

    Der im Jahr 2017 abgeschlossene Vertrag über die Lieferung der russischen S-400-Komplexe an die Türkei hatte zu diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Ankara und Washington geführt. Das hatte wiederum zur Folge, dass die USA von ihren türkischen Verbündeten fordern, auf die russischen Komplexe zugunsten der amerikanischen Flugabwehrraketensysteme Patriot zu verzichten.

    Zudem hatte das Pentagon der Türkei klar gemacht, dass der Erwerb der russischen S-400-Raketenabwehrsysteme ihre Teilnahme am Programm zur Entwicklung des neuesten US-amerikanischen F-35-Jagdbombers völlig ausschließen werde.

    Die an Ankara zu liefernden Fla-Raketenkomplexe S-400 werden laut dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu nicht ins Nato-Raketenabwehrsystem integriert und stellen auch keine Bedrohung für US-amerikanische F-35 Jagdflugzeuge dar.

    jeg/gs

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Kooperation, Luftabwehr, S-400, Russland, Türkei