02:39 29 Januar 2020
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    Ungeachtet der neuen EU-Sanktionen ist die Türkei entschlossen, die Erdgas-Erkundungen im östlichen Mittelmeer vor Zypern fortzusetzen. Dies teilte das Außenministerium in Ankara nach Angaben der Nachrichtenagentur „Anadolu“ mit.

    „Die Türkei wird ihre Rechte und die Rechte der Zyperntürken weiterhin schützen sowie ihre Tätigkeit in dieser Hinsicht verstärken“, hieß es.

    In Zyperns ausschließlicher Wirtschaftszone befinden sich die zwei türkischen Bohranlagen Fatih und Javus. Griechenland und Zypern bewerten die Erdgassuche Ankaras in diesem Gebiet als Provokation. Die Türkei besteht jedoch auf ihrem Recht auf Bodenschätze in dieser Region und vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen sie aktiv ist, zu seinem sogenannten Festlandsockel gehören.

    Die Außenminister der EU-Staaten hatten am Montag Sanktionen gegen die Türkei beschlossen. Konkret sollen unter anderem EU-Gelder für die Türkei gekürzt und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen eingestellt werden. Mit diesen Strafmaßnahmen will die EU Ankara dazu bewegen, die Erdgassuche vor Zypern einzustellen.

    ta/ae/sna/dpa

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    Tags:
    Erdgas, Sanktionen, Zypern, Türkei