23:00 28 März 2020
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    Die in Russland gekauften Raketensysteme S-400 stellen laut dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu keine Gefahr für die Allianz dar.

    Bei der heutigen Pressekonferenz versicherte der türkische Außenminister: „Die gekauften S-400-Systeme stellen keine Gefahr für die Nato und die F-35 dar. Diese Systeme werden völlig unter unserer Kontrolle sein.“ Er betonte dabei, man solle nicht unnötige Spannung herbeiführen.

    „Das ist ein abgeschlossenes Abkommen, und die Lieferungen haben bereits begonnen“, gab der Politiker zu verstehen.

    Start der S-400-Lieferung

    Das türkische Verteidigungsministerium hatte am Freitag den Beginn der Lieferungen von S-400-Systemen an das Land angekündigt. Später bestätigte die für militärtechnische Zusammenarbeit zuständige russische Behörde FSWTS diese Informationen.

    Am Dienstag war berichtet worden, dass das zwölfte Flugzeug mit Bauteilen für die S-400 in der Türkei gelandet sei.

    Russische S-400 für Ankara

    Die Entscheidung der Türkei, Raketenabwehrsysteme S-400 aus russischer Produktion zu kaufen, hat die Beziehungen zwischen Ankara und Washington stark belastet. Das Pentagon hat das türkisch-russische Abkommen als direkte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA wahrgenommen.

    Anfang des Monats drohte der damalige amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan in einem Brief an die Regierung in Ankara mit einem Zurückfahren der militärischen Zusammenarbeit. Außerdem würden keine weiteren Piloten zur Ausbildung an F-35-Kampfjets zugelassen. Auch hatten die USA die Lieferung von Ausrüstung für die F-35 gestoppt.

    Die Türkei ignorierte jedoch alle Drohungen. Zuvor hatte Erdogan erläutert, warum das Land russische S-400-Komplexe benötige. „Wir werden dieses System einsetzen, falls wir attackiert werden. Aus diesem Grund investierten wir so viel in es“, so der türkische Präsident.

    ak/ae/sna

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    Tags:
    NATO, Russland, Türkei, Raketenabwehrsystem S-400, Mevlüt Cavusoglu