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01:24 21 August 2019
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    Hunger (Symbolbild)

    Weltweit 820 Millionen Menschen 2018 von Hungersnot geplagt – Tendenz steigend

    CC0 / Pixabay
    Politik
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    Die Zahl der von Hungersnot geplagten Menschen in der Welt ist im vergangenen Jahr um 10 Millionen auf 820 Millionen gewachsen. Damit weist der Hunger weltweit zum dritten Jahr in Folge eine steigende Tendenz auf, heißt es in der jüngsten UN-Studie.

    „Wir sollten entschlossener gegen diese besorgniserregende Tendenz kämpfen“, schrieben leitende Repräsentanten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), des Internationalen Fonds der landwirtschaftlichen Entwicklung (IFAD), des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem gemeinsamen Vorwort zu dem am Montag veröffentlichten Bericht „Sachlage im Bereich der Lebensmittelsicherheit und der Ernährung in der Welt“ (The State of Food Security and Nutrition in the World).

    Der Bericht macht deutlich, dass mehr getan werden muss, damit weniger Kinder unterentwickelt oder schon bei Geburt untergewichtig sind. Der aktuelle Fortschritt sei zu langsam, um das zweite Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG 2) – eine Welt ohne Hunger bis 2030 – zu erreichen. Gleichzeitig steigen Übergewicht und Fettleibigkeit in allen Regionen der Welt, insbesondere bei Kindern im schulpflichtigen Alter und Erwachsenen.

    Die meisten unterernährten Menschen (mehr als 500 Millionen) leben in Asien, vor allem in südasiatischen Ländern. In Afrika und Asien sind darüber hinaus am meisten Menschen von Mangelernährung in unterschiedlichen Formen betroffen. Dort leben mehr als neun von zehn aller unterentwickelten Kinder weltweit und über neun von zehn aller unterernährten Kinder. In Südasien und Afrika südlich der Sahara ist sogar jedes dritte Kind unterentwickelt.

    Experten weisen darauf hin, dass Hunger in mehreren Ländern zunimmt, wo sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Das betreffe insbesondere Staaten mit unterdurchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen, aber auch Länder, die in vieler Hinsicht vom internationalen Rohstoffhandel abhängen, hieß es.

    Nach Angaben der FAO leiden weltweit 2,6 Milliarden Menschen an Übergewicht. Der Anteil der Menschen mit Fettleibigkeit ist von 11,7 Prozent 2012 auf 13,2 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.

    am/

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