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01:34 16 Oktober 2019
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    Bei der Razzia der italienischen Polizei nahe Mailand beschlagnahmte Luft-Luft-Rakete, 15. Juli 2019

    CNN, BBC, Spiegel & Co. blamieren sich mit Fake über italienische „Donbass-Separatisten“

    © AFP 2019 / Handout
    Politik
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    Die italienische Polizei hat bei einer kürzlichen Razzia mehrere Rechtsextreme festgenommen, die der Behörde zufolge an der Seite von pro-ukrainischen Rechtsextremisten an den Kampfhandlungen im Donbass teilgenommen haben könnten. Allerdings verdrehten fast alle westlichen Medien diesen Aspekt und brachten ihre verfälschte Version der Geschichte.

    Bei dem Polizeieinsatz in der Nähe des Mailänder Flughafens Malpensa am vergangen Montag wurden außerdem etliche Kriegswaffen sowie Nazi-Devotionalien beschlagnahmt. Die italienische Polizei gab danach in einem Polizeibericht klipp und klar an, dass zwischen den festgenommenen italienischen Rechtsextremen und den an der Seite Kiews in der Krisenregion Donbass kämpfenden ukrainischen Rechtextremisten eine Verbindung bestehe.

    Wie die Polizei nach dem Einsatz mitteilte, soll der Festnahme eine einjährige Untersuchung von Personen im rechtsextremen Spektrum, die „gegen die Separatisten“ in der Ostukraine gekämpft hätten, vorausgegangen sein.

    Doch trotz des unmissverständlichen Wortlauts fand diese Version keinen Anklang in den westlichen Medien. Im Gegenteil. Neben CNN und BBC haben auch zahlreiche deutsche Medien wie Spiegel, Taz und MDR in diesem Zusammenhang den Polizeibericht falsch zitiert und das Gegenteil veröffentlicht.

    Statt die in dem Bericht aufgeführte Verbindung der in Italien Festgenommenen mit ukrainischen Neonazis wiederzugeben, behaupteten die besagten Medien, dass die italienischen Rechtsextremisten mit „von Russland unterstützten Donbass-Separatisten“ in Verbindung gestanden hätten.

    Diese Verdrehung sorgte im Netz für reichlich Verwunderung:

    Screenshot

    ​​Warum westliche Medien ihren Lesern klarmachen wollten, dass italienische Neonazis offenbar an der Seite der Donbass-Republiken gegen ukrainische Truppen gekämpft haben sollen, bleibt vorerst unklar.

    Hier ist es wichtig zu betonen, dass es seit Jahren kein Geheimnis ist, dass Teile der ukrainischen Kampfeinheiten im Donbass ihre rechtsextreme und neofaschistische Gesinnung offen zur Schau stellen.

    Ebenfalls ist längst kein Geheimnis mehr, dass mehrere rechtsextremistische Gruppen sowie Neonazi-Kampfeinheiten aus Europa und den Vereinigten Staaten an der Seite ihrer „ukrainischen Kameraden“ gegen die „pro-russischen Separatisten“ kämpfen. 

    Die Donbassrepubliken in Donezk und Lugansk proklamieren dagegen offen ihre antifaschistische Einstellung.

    Aus diesem Grund wäre, insbesondere für professionelle Top-Journalisten, doch naheliegender davon auszugehen, dass italienische Neonazis gegen die abtrünnigen Republiken in der Ostukraine gekämpft hätten. Dem war aber anscheinend nicht so.

    Im Zusammenhang mit den Fake-News über italienische „Donbass-Separatisten“ bleibt nun die  Reaktion der besagten  Medien abzuwarten.

    am/gs

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    Tags:
    Razzia, Polizei, Italien, Deutschland