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    Georgischer Ex-Präsident und Ex-Gouverneur des ukrainischen Schwarzmeergebietes Odessa Michail Saakaschwili

    Georgiens Ex-Präsident Saakaschwili: In der Sowjet-Ukraine lebte man besser

    © Sputnik / Stringer
    Politik
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    Der georgische Ex-Präsident und ehemalige Gouverneur des ukrainischen Gebietes Odessa Michail Saakaschwili hat gegenüber dem Fernsehsender „112 Ukraine“ betont, dass das Leben in der Ukraine in der Sowjetzeit anders war

    Saakaschwili hat das neue ukrainische „Dekommunisierungs“-Gesetz („Über die Verurteilung des kommunistischen und nazistischen Regimes“), das seit Mai 2015 in Kraft ist, teilweise kritisiert. Das Gesetz verbietet die Popularisierung sowjetischer Symbole und fordert eine Umbenennung der Städte und Straßen, die die Namen von sowjetischen Persönlichkeiten tragen.

    Der Politiker hat sich nun gegen diese Umbenennung ausgesprochen: Die Dekommunisierung müsse nämlich zuerst „im Kopf anfangen“. Die wahren „Hauptsymbole der UdSSR“ seien bislang noch im Land präsent: „Eine Zerrüttung, darunter auch Zerrüttung in den Gedanken, der Mangel an Entwicklung“, so Saakaschwili.

    „Damals hatte es solche freche Beamte nicht gegeben. Jetzt sind sie viel schlimmer geworden, als zu jener Zeit. Glauben Sie, dass es irgendeinen Unterschied zwischen den heutigen  Krankenhäusern und denen der kommunistischen Zeit gibt? In der kommunistischen Zeit waren sie viel besser, das waren dieselben Krankenhäuser, aber besser oder viel besser, weil die Patienten nichts bezahlen mussten“.

    Der ehemalige Präsident bedauerte, dass es in der Ukraine heutzutage die gleichen Krankenhäuser gebe, jetzt aber mit tausendmal mehr Abzocke als damals.

    mg/gs

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    Tags:
    Entsowjetisierung, Geschichte, Ukraine, Michail Saakaschwili