12:30 21 Januar 2020
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    Der erste Ministerpräsident des unabhängigen Estland, Edgar Savisaar, hat in einem Interview für das Portal „Baltnews” die Schuldigen an der Beziehungskrise zwischen Tallinn und Moskau genannt.

    „Schuld sind immer beide Seiten. Natürlich gibt es in Estland viele Menschen, die sich eine Anspannung der russisch-estnischen Beziehungen wünschen. Gegenseitige Beziehungen auf globaler Ebene scheinen dies zu beeinflussen“, sagte Savisaar.

    Er zeigte sich erfreut über den Besuch der estnischen Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid in Moskau sowie ihr Treffen mit dem russischen Präsidenten Waldimir Putin im April.

    Sowohl Moskau als auch Tallinn hätten davon profitiert. Dies sei wahrscheinlich nicht das letzte Treffen der beiden Staatschefs gewesen. „Es gibt ja Leute, die es nicht mögen, aber es gibt auch umgekehrt jene, die es positiv bewerten“, betonte der Politiker.

    „Wir sind Nachbarn. Und wir hatten viele Treffen in der Geschichte. (…) Wir sind Nachbarn der Russen, und dies muss berücksichtigt werden: sowohl von uns als auch von ihnen“, so Savisaar.

    Er fügte außerdem hinzu, dass die Wiedervereinigung der Halbinsel Krim mit Russland nach dem Willen von deren Bewohnern erfolgt sei. Die danach verhängten Sanktionen seien niemandem zugute gekommen.

    Putins Treffen mit Kaljulaid 

    Das Treffen vom Kremlchef Wladimir Putin und der estnischen Präsidentin Kersti Kaljulaid in Moskau war die erste Zusammenkunft der Staatschefs von Russland und Estland seit zehn Jahren.

    Putin bemängelte bei dem Treffen:

    „Das Fehlen von Kontakten zwischen offiziellen Vertretern, offiziellen Behörden von Nachbarländern ist eine nicht normale Situation.“

    jeg/gs

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    Tags:
    Kersti Kaljulaid, Wladimir Putin, Krise, Beziehungen, Estland, Russland