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00:31 21 August 2019
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    Ursula von der Leyen nach der Abstimmung im EU-Parlament

    Neu als EU-Kommissionspräsidentin und schon ein „Fehlstart“ – Eindeutige Einschätzung aus Russland

    © REUTERS / VINCENT KESSLER
    Politik
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    Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lebt sich langsam in ihre neue Rolle ein und versucht dabei, möglichst als entschlossene Politikerin zu wirken. In diesem Rahmen hat sie eine harte Linie gegenüber Russland gefordert. Die Reaktionen darauf aus Russland sind eindeutig – „Fehlstart“.

    Die Forderung von Von der Leyen nach einer harten Linie gegenüber Russland haben in Moskau zu einer scharfen Kritik an der Ex-Bundesverteidigungsministerin geführt.

    So sehe ein „Fehlstart“ aus, schrieb der prominente Außenpolitiker Konstantin Kossatschow am Freitag bei Facebook.

    Die Politikerin habe offenbar „schlechte Berater“, wenn sie glaube, dass der respektvolle Umgang miteinander ein Zeichen von Schwäche sei. Diplomatie und Flexibilität seien wohl nicht ihre stärksten Seiten, meinte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Russischen Föderationsrat, dem Oberhaus des Parlaments.

    Einen Dialog aus der „Position der Stärke“ werde es mit Russland nicht geben, schrieb er.

    „Wir bitten nicht, sondern bieten der Europäischen Union wenigstens an, von Drohungen zu Gesprächen überzugehen“, so Kossatschow weiter.

    Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Von der Leyen zur Wahl gratuliert und ihr eine Partnerschaft auf Augenhöhe angeboten.

    Der Hintergrund

    Die Stellungnahme von Kossatschow war eine direkte Reaktion auf ein Interview Von der Leyens, das sie mehreren Zeitungen gegeben hatte.

    In diesem Interview hatte sie erklärt, dass die EU aus einer „Position der Stärke“ heraus auf die russische Politik reagieren müsse.

    Der Kreml verzeihe keine Schwächen, so die Einschätzung der zurückgetretenen Verteidigungsministein.

    Mit solchen Äußerungen hatte die 60-Jährige bereits im Amt als Verteidigungsministerin bei ihrem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu Entsetzen ausgelöst. Mit Blick auf den Sieg über den Hitlerfaschismus riet Schoigu den Deutschen, bei ihren Großvätern nachzufragen, wie es sei, wenn ein Land mit Russland aus einer Position der Stärke heraus umgehen wolle.

    ng/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Russland, Ursula von der Leyen