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01:15 21 August 2019
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    Soldaten des ukrainischen Geheimdienstes SBU

    Folter und Mord im ukrainischen Mariupol: Amnesty International will ermitteln

    © AP Photo / Efrem Lukatsky
    Politik
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    Amnesty International wird Informationen zum Geheimgefängnis des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) in Mariupol untersuchen, sagte die Sprecherin der Menschenrechtsorganisation in der Ukraine, Maria Guryeva, gegenüber Sputnik.

    Zuvor hatte ein ehemaliger SBU-Offizier die Orte genannt, wo getötete Häftlinge beerdigt worden seien. Einige Gräber befänden sich in der Nähe der Start- und Landebahn des Mariupoler Flughafens.

    Laut Augenzeugenberichten soll das paramilitärische Bataillon „Asow“ die Gruben mit den Leichen für psychologische Folter an den Gefangenen genutzt haben. Eine vertrauliche Unterlage des SBU bestätigt die Existenz des Geheimgefängnisses in Mariupol.

    Wie der ehemalige Gefangene Kirill Filitschkin berichtete, sei er vom heutigen Abgeordneten der Werchowna Rada Oleg Ljaschko verhört und von einem anderen Abgeordneten, Igor Mossijtschuk, gefoltert worden.

    „Ich höre zum ersten Mal darüber, uns liegen keine solchen Informationen vor“, sagte die AI-Sprecherin. Ihr zufolge habe diese Organisation bereits im Jahr 2016 eine Untersuchung dazu durchgeführt und festgestellt, dass es Orte gebe, wo die festgehaltenen Menschen von der Außenwelt abgeschnitten seien. Eine der Anstalten, wo Menschen mehr als ein Jahr festgehalten worden seien, habe sich in Charkiw befunden. Die Organisation habe weitere solche Anstalten in Mariupol und anderen Städten registriert. „Zurzeit laufen zwei Gerichtsprozesse, es liegen uns keine neuen Informationen dazu vor“, sagte Guryeva.

    ls/mt

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    Tags:
    Sputnik, Amnesty International, Igor Mosijtschuk, Oleg Ljaschko, Mariupol, Ukraine