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04:43 22 August 2019
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    Sitzung des deutschen Bundestags (Archivbild)

    Krise am Persischen Golf: Bundesregierung mischt sich in Konflikt ein

    © AP Photo / dpa / Ralf Hirschberger
    Politik
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    Nach neuen Zwischenfällen in der Straße von Hormus spitzt sich die Krise weiter zu. Nun hat auch die deutsche Bundesregierung vom Iran die Freigabe des noch festgehaltenen Tankers verlangt.

    Zuvor war am Samstag berichtet worden, dass die Besatzung des im Iran festgesetzten britischen Öltankers „Stena Impero” das Schiff bis Ende der Untersuchungen nicht verlassen darf. Das gab ein Sprecher der Hafenbehörde in Bandar Abbas in Südiran bekannt.

    Die Bundesregierung hat die Festsetzung von zwei Handelsschiffen im Golf auf das Schärfste verurteilt. Dies sei ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in die zivile Schifffahrt, der eine ohnehin angespannte Lage gefährlich weiter verschärfe.

    „Wir fordern den Iran nachdrücklich auf, auch das zweite Schiff und seine Besatzung unverzüglich freizugeben. Eine weitere regionale Eskalation wäre sehr gefährlich. Sie würde zudem alle laufenden Bemühungen um einen Ausweg aus der derzeitigen Krise unterminieren. In dieser ernsten Lage gilt unserer Solidarität unseren britischen Partnern”, hieß es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

    Die Besatzung des im Iran festgesetzten britischen Öltankers „Stena Impero” darf das Schiff bis Ende der Untersuchungen nicht verlassen.

    Laut dem Sprecher der Hafenbehörde in Bandar Abbas in Südiran, Morad Afifipur, sind von den 23 Besatzungsmitgliedern 18 aus Indien und fünf aus Russland, den Philippinen und Lettland. Der Tanker sei am Freitag nach einer Kollision mit einem Fischereischiff einfach weitergefahren, sagte Afifipur der Nachrichtenagentur Isna. Daraufhin habe das Fischereischiff die Behörden im Iran verständigt. Der Tanker sei dann im Einklang mit dem Seerecht gestoppt und nach Bandar Abbas eskortiert worden. Dort liefen nun die Untersuchungen.

    ai/rtr/dpa

     

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    Tags:
    Bundesregierung, Persischer Golf