Widgets Magazine
16:06 20 September 2019
SNA Radio
    Ankunft der russischen Raketensysteme des Typs S-400 im türkischen Militärstützpunkr Akinci

    S-400-Kauf: Türkisch-russischer Deal verursacht „größte Krise in Nato“

    © REUTERS / Turkish Military / Turkish Defence Ministry / Handout
    Politik
    Zum Kurzlink
    Das Streben der Türkei nach russischen S-400-Systemen – Ein Überblick (20)
    5530710
    Abonnieren

    Der beispiellose Bruch zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei wegen des Kaufs der russischen Raketenabwehrsysteme S-400 durch Ankara hat die „größte Krise in der Nato seit Jahrzehnten“ verursacht. Dies berichtet die britische Zeitung „The Times“ unter Berufung auf hochrangige US-Quellen.

    Laut General Jack Keane, dem ehemaligen Vize-Stabschef der US-Armee und unabhängigen Berater von US-Präsident Donald Trump, verstößt der Kauf der russischen S-400-Systeme gegen die Politik der Nato und ist inakzeptabel.

    „In den Beziehungen zwischen den USA und der Türkei deutet sich eine ernsthafte Krise an, und ich vermute, dass sie tief und langwierig sein wird“, sagte Eric Edelman, ein früherer hochrangiger Pentagon-Beamte und ehemaliger US-Botschafter in der Türkei.

    Ihm zufolge hat die Türkei bereits vor geraumer Zeit aufgehört, ein verlässlicher Verbündeter der Nato zu sein. Dabei verfüge das Bündnis über keinen Mechanismus, um „schlechte Verbündete auszuschließen“.

    Sobald die Türkei die russischen S-400-Komplexe in den Dienst stellt, wird sie kein vollwertiges Mitglied des gesamten Raketenabwehrsystems der Nato mehr sein, heißt es in dem Beitrag.

    S-400-Lieferungen in die Türkei

    Die Lieferungen der S-400-Raketenabwehrkomplexe in die Türkei begannen am 12. Juli und werden voraussichtlich bis April 2020 dauern. Erdogan bezeichnete das Abkommen mit Russland als die wichtigste Vereinbarung in der modernen Geschichte des Landes und äußerte die Hoffnung darauf, eine gemeinsame Produktion von Luftabwehrsystemen in Gang bringen zu können.

    Beziehungen zwischen den USA und der Türkei

    Die Beziehungen zwischen Washington und Ankara verschlechterten sich weiter, nachdem die US-Regierung den Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei offiziell abgesagt hatte.

    Am 16. Juli kündigte US-Präsident Donald Trump an, keine F-35-Jagdflugzeuge an die Türkei verkaufen zu wollen, da das Land dem Kauf der russischen S-400-Systeme zugestimmt habe. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verglich daraufhin die Haltung Washingtons mit Raub. Ihm zufolge hatte die Türkei den USA im Rahmen des Vertrages zur F-35-Lieferung bereits 1,4 Milliarden Dollar gezahlt.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Das Streben der Türkei nach russischen S-400-Systemen – Ein Überblick (20)
    Tags:
    S-400, Türkei