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22:15 17 Oktober 2019
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    Der britische Öltanker Stena Impero

    Zeitung sucht nach „Putins Spur“ im Fall mit britischem Tanker – und deckt Widersprüche auf

    © REUTERS / Tasnim News Agency / Handout
    Politik
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    Der britische Geheimdienst MI-6 und die Kommunikationszentrale der britischen Regierung sollen nun untersuchen, ob Russland in die Inhaftierung des britischen Tankers durch den Iran verwickelt sein könnte. Darüber berichtet die Zeitung „Sunday Mirror“ unter Berufung auf eine Quelle in den Sicherheitsdiensten.

    Dabei schreibt die Zeitung, es werde befürchtet, dass der Öltanker durch falsche GPS-Koordinaten, angeblich von einer russischen Spionagetechnologie gesendet, in iranische Gewässer „gelenkt“ wurde.

    „Russland verfügt über eine Technologie zur Fälschung von GPS-Signalen und hat dem Iran möglicherweise dabei geholfen (...). Dies würde die britische Schifffahrt extrem verwundbar machen und die Kriegsschiffe der Royal Navy in der Region ernsthaft beunruhigen“, zitiert die Zeitung seine Quelle. Dies soll bedeuten, dass der britische Tanker vielleicht gedacht habe, es sei von den iranischen Gewässern auf sichere Distanz entfernt gewesen. Dies hätte allerdings nur mit Zustimmung von Präsident Wladimir Putin geschehen können, behauptet die Zeitung.

    Die Verweise, der britische Tanker sei in die iranischen Gewässer gelenkt worden, widersprechen offenbar den Angaben der britischen Verteidigungsministerin Penny Mordaunt von Samstag, laut denen das Schiff während der Festsetzung durch die Gewässer des Oman, also internationale Gewässer, gefahren war.

    Laut Berichterstattung der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag hat Großbritannien kürzlich den UN-Sicherheitsrat über die Umstände der Festsetzung des Tankers „Stena Impero“ durch den Iran benachrichtigt. Die Festsetzung wird von London als „illegale Intervention“ bezeichnet. Im Brief des britischen UN-Gesandten an Generalsekretär António Guterres soll es laut Reuters heißen: „Das Schiff hat sein legales internationales Transitrecht ausgeübt. Nach dem internationalem Recht kann das Transitrecht nicht verletzt werden, daher stellen die iranischen Handlungen einen rechtswidrigen Eingriff dar.“

    Jedoch berichtet „Sunday Mirror“ mit Verweis auf eine eigene Quelle im britischen Verteidigungsministerium, dass der Tanker „Stena Impero“ anfangs wirklich in den Gewässern des Oman gewesen sei. Die Fregatte „Montrose“ soll ihm zu Hilfe geschickt worden sein, doch als dieser vor Ort angekommen sei, sei „Impero“ bereits in die Gewässer des Iran „umgeleitet“ worden.

    lk/sb

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    Tags:
    Wladimir Putin, GPS, Geheimdienst, Mi-6, Öltanker