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03:23 15 Oktober 2019
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    Soldaten der lybischen Nationalarmee (Archivbild)

    Bürgerkrieg in Libyen: Haftar-Armee will feindliche Drohne abgeschossen haben

    © AP Photo / Mohammad Hannon
    Politik
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    Die von Marschall Khalifa Haftar geführte Libysche Nationalarmee hat nach eigenen Angaben in der Umgebung von Tripolis eine Drohne aus türkischer Produktion abgeschossen, die den Einheiten der Nationalen Einheitsregierung gehört haben soll.

    „Die Luftverteidigungskräfte (der Libyschen Nationalarmee – Anm. d. Red.) haben es geschafft, im Bezirk Ain Zara in der Hauptstadt Tripolis eine türkische Drohne abzuschießen, die den Formationen (der Nationalen Einheitsregierung – Anm. d. Red.) gehörte“, heißt es in einer Mitteilung des Informationsdienstes der Libyschen Nationalarmee bei Facebook.

    Kämpfe in Tripolis

    Der Befehlshaber der Libyschen Nationalarmee im Osten des Landes, Khalifa Haftar, hatte am 4. April einen Angriff auf Tripolis befohlen, um die Stadt „von den Terroristen zu befreien“. Daraufhin kündigten die der Nationalen Einheitsregierung in Tripolis treuen bewaffneten Formationen die Gegenoperation „Vulkan des Zorns“ an. Bei den Kampfhandlungen in Tripolis sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast 1.050 Menschen getötet und mehr als 5.500 verletzt worden.

    Gespaltenes Land

    Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi im Jahr 2011 hatte Libyen faktisch aufgehört, als einheitlicher Staat zu funktionieren. Im Land gibt es eine Doppelherrschaft. In der ostlibyschen Stadt Tobruk sitzt ein vom Volk gewähltes Parlament, während die Nationale Einheitsregierung unter Ministerpräsident Fajez Sarradsch in der Hauptstadt Tripolis im Westen Libyens ihren Sitz hat. Letztere wurde mit Unterstützung der Uno und der EU gebildet. Die Behörden im östlichen Teil des Landes handeln unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee.

    ls/mt

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