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01:31 16 Oktober 2019
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    HMS Bulwark der britischen Kriegsmairne (Archivbild)

    „Zu klein für globale Rolle“: Britisches Verteidigungsministerium erkennt Schwäche der Royal Navy

    © AP Photo / Ariel Schalit
    Politik
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    Die britische Marine ist laut Tobias Ellwood, dem Vizeverteidigungsminister Großbritanniens, nicht in der Lage, die Interessen des Vereinigten Königreichs auf der ganzen Welt zu schützen. Ellwood äußerte sich zum Thema nach dem jüngsten Vorfall in der Straße von Hormus, als die iranischen Militärs einen britischen Tanker festgesetzt hatten.

    „Die Bedrohungen, mit denen wir konfrontiert werden, eilen [unseren Handlungen] voraus, die Welt wird immer komplexer. Wenn wir weiterhin eine wichtige Rolle in der internationalen Arena spielen wollen, müssen wir die Mittel aufstocken, die für die Bedürfnisse der Streitkräfte und nicht zuletzt der königlichen Flotte bereitgestellt werden. Unsere Marine ist zu klein, um ihre Interessen auf der ganzen Welt schützen zu können“, zitiert die britische Zeitung „The Times“ Ellwood.

    Lord Alan West, der Ex-Stabschef der Royal Navy, erklärte seinerseits, die aufeinanderfolgenden Regierungen Großbritanniens hätten „die Überwasserflotte so stark reduziert“, dass dadurch die nationale Sicherheit bedroht sei.

    Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am 19. Juni mitteilte, wurde der britische Tanker „Stena Impero“ in der Straße von Hormus festgesetzt, nachdem er den Empfänger des automatischen Erkennungssystems ausgeschaltet und die Warnungen der islamischen Revolutionsgarden (IRGC) ignoriert hatte. Der Tanker sei wegen der „Verstöße gegen die internationalen Vorschriften“ festgesetzt und in Richtung der iranischen Küste begleitet worden.

    Später teilten die iranischen Behörden mit, dass der Tanker an einem Vorfall mit einem iranischen Fischerboot beteiligt gewesen sei. Der Mitteilung zufolge befinden sich alle 23 Besatzungsmitglieder im Hafen Bandar Abbas und werden erst nach dem Abschluss der Ermittlung freigelassen.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Großbritannien, Verteidigungsministerium, Royal Navy