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00:21 21 August 2019
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    Chinesische Marine (Archivbild)

    Im Rahmen eines Geheimabkommens: China soll sein Militär in Kambodscha stationieren

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Politik
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    Im Rahmen eines geheimen Abkommens soll China sein Militär an einem Stützpunkt in Kambodscha stationieren. Dies berichtet die Zeitung „Wall Street Journal“  unter Berufung auf US-Beamte.

    Demzufolge wurde das Dokument im Frühjahr verabschiedet. Es soll der chinesischen Armee das ausschließliche Recht gewähren, die Marinebasis Ream am Golf von Thailand 30 Jahre lang zu nutzen. Danach werde die Vereinbarung automatisch alle 10 Jahre erneuert. Die Basis soll für den Einsatz des Militärs, die Waffenlagerung und das Ankern von Schiffen verwendet werden.

    Der Zeitung nach werde China damit den ersten Marine-Vorposten in Südostasien erhalten, was letztendlich zu einer Veränderung des Kräfteverhältnisses in der Region führen könne.

    Indes haben sowohl Peking als auch Phnom Penh diese Informationen dementiert.

    „Das sind die schlimmsten Nachrichten, die jemals in Bezug auf Kambodscha ausgedacht wurden“, sagte der Premierminister des Landes, Hun Sen.

    Dies sei grundsätzlich unmöglich, da die Einrichtung ausländischer Militärstützpunkte verfassungswidrig sei. Ein Vertreter des kambodschanischen Verteidigungsministeriums wies auch darauf hin, dass das Material „erfunden ist und keine Grundlage hat“.

    Der Vertreter des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, wies seinerseits darauf hin, dass die Länder traditionell freundliche Nachbarn seien.

    „Ich hoffe, einige Länder werden das Niveau der Zusammenarbeit nicht überschätzen.“

    Im Januar sollen die chinesischen Kriegsschiffe vor dem Hintergrund der Nachrichten über Pekings Pläne, einen Marinestützpunkt in Kambodscha zu errichten, im kambodschanischen Hafen von Sihanoukville eingetroffen sein. Damals wurden diese Informationen ebenfalls widerlegt.

    Bemerkenswert ist aber, dass China nach wie vor der größte Investor in der kambodschanischen Wirtschaft ist und die kambodschanische Regierung auch politisch unterstützt. Im Gegenzug steht Phnom Penh bei territorialen Streitigkeiten im Südchinesischen Meer auf der Seite Pekings.

    sm/mt

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    Tags:
    Kambodscha, China