17:34 12 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2811175
    Abonnieren

    Die USA sind bereit, ihre kommerziellen Schiffe im Persischen Golf zu verteidigen, planen aber nicht, jedes Schiff zu eskortieren. Dies äußerte der neue Pentagon-Chef Mark Esper.

    „Wir werden unsere Schiffe in jenem Maße eskortieren, wie es das Risiko verlangt…“, sagte Esper. „Ich sage nicht“, dass man sie jetzt begleiten werde.

    US-Verteidigungsminister Mark Esper
    © AFP 2020 / SAUL LOEB
    Der US-Verteidigungsminister betonte dabei, dass er das Wort „Eskorte“ weitgehend nutze. „Eskorte bedeutet nicht, dass sie (die Handelsschiffe – Anm. d. Red.) uns unmittelbar folgen (…)“ Aber sobald man sich in dieser Region befinde, könne man ziemlich schnell reagieren, „um eine Provokation zu verhindern“.

    Espert teilte unter anderem mit, dass er sich in der nächsten Woche mit der Leitung des US-Oberkommandos Centcom treffen wolle, „um das Konzept dieser Operationen zu verstehen“.

    Spannungen in der Region

    Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Monaten immens verschärft. Die Handelsschifffahrt wurde in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineingezogen. Es kam zu mehreren Zwischenfällen mit Tankern und Drohnen. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, ein US-Marineschiff habe in der Straße von Hormus eine iranische Drohne zerstört. Teheran widersprach. Die iranische Armee hat die Behauptungen der USA hinsichtlich der abgeschossenen Drohne im Gebiet des Persischen Golfs dementiert. Alle Drohnen des Irans im Persischen Golf und der Straße von Hormus sind in vollem Bestand auf ihre Stützpunkte zurückgekehrt. Dies teilte der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abofazl Sherkachi, mit.

    Großbritannien und der Iran streiten zudem über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker.

    Nach den Vorfällen am Freitag kündigte Trump an, sich eng mit Großbritannien abstimmen zu wollen. Er betonte aber auch, dass die USA nicht viele Tanker hätten, die in dem Seegebiet unterwegs seien. Die Vereinigten Staaten treiben derzeit eine Initiative namens „Operation Sentinel” zum Schutz von Handelsschiffen in der Region voran. Dabei soll es vor allem darum gehen, die Straße von Hormus mit erhöhter Militärpräsenz in der Region besser zu überwachen. Das US-Zentralkommando betonte am Freitag, die USA seien zwar gewillt, die Operation zu unterstützen, ohne Beiträge anderer Länder werde sie aber keinen Erfolg haben.

    Das US-Militär kündigte am Freitagabend zudem an, Soldaten nach Saudi-Arabien zu schicken. Der Schritt diene als zusätzliche Abschreckungsmaßname und dazu, die Streitkräfte und Interessen der USA in der Region vor Bedrohungen zu schützen. US-Medien hatten zuvor berichtet, dass es sich um bis zu 500 Soldaten handeln solle.

    ak/ae

     

     

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Vielen Dank, Sergej“: Heiko setzt Maas-Stab in Moskau und will alle in Deutschland schützen
    Koordinatoren der Massenunruhen in Minsk festgenommen – Staatssender
    US-Präsident Trump nennt Corona-Anstieg in Deutschland „unglücklich”
    Wie Libyen zum „Labor“ für Waffen und Kampf-Flugzeuge wird – und warum das nicht neu ist
    Tags:
    Pentagon, Schiffe, Persischer Golf, USA