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20:36 18 Oktober 2019
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    Indischer Soldat in Kaschmir beim Einschlag eines Geschosses verletzt (Archiv)

    Gegen „muslimische Separatisten“: Indien schickt weitere 10.000 Soldaten nach Kaschmir

    © AP Photo / Dar Yasin
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    Die Lage in der zwischen Pakistan und Indien umstrittenen Region Kaschmir bleibt angespannt. Nun will Indien seine Militärpräsenz dort erheblich verstärken und schickt Tausende zusätzliche Soldaten in die Unruheregion.

    Wie der TV-Sender NDTV berichtet, will Indiens Regierung weitere 10.000 Soldaten für Einsätze gegen Aufständische in den von ihr kontrollierten Teil der Unruheregion Kaschmir entsenden.

    Diese Entscheidung sei nach einem Besuch des nationalen Sicherheitsberaters Ajit Doval in dem vorwiegend muslimisch geprägten Kaschmirtal im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir gefallen. Dort komme es immer wieder zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und muslimischen Separatisten, die eine Abspaltung vom mehrheitlich hinduistischen Indien wollen.

    Diese Militärverstärkung könnte zudem auch eine Reaktion darauf sein, dass Mitte Juli der Chef des Terrornetzwerkes Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, militante Islamisten im indischen Teil von Kaschmir zu Anschlägen aufgerufen hatte.

    Wie die dpa berichtet, hat Indien dort nach inoffiziellen Schätzungen bereits zwischen 300.000 und 500.000 Sicherheitskräfte – darunter Polizisten, Soldaten und Paramilitärs – stationiert. Die zusätzlichen Soldaten sollten NDTV zufolge von verschiedenen Gegenden Indiens nun in das Kaschmirtal nahe der Großstadt Srinagar verlegt werden.

    Seitdem das frühere Britisch-Indien im Jahr 1947 unabhängig und in Indien und Pakistan geteilt wurde, streiten die beiden Länder um die Herrschaft über das Himalaya-Gebiet Kaschmir. Beide beherrschen jeweils einen Teil; ein weiterer Teil Kaschmirs gehört zu China. Indien wirft Pakistan vor, islamistische Kämpfer im indischen Teil zu unterstützen. Islamabad bestreitet dies.

    ng/mt

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    Tags:
    Kaschmir, Indien, Pakistan