02:29 05 Juni 2020
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    Moskau fordert Teheran weiterhin dazu auf, von Eskalationsschritten um den Atomdeal, darunter in Bezug auf den Umfang des zu gewinnenden Schwerwassers, abzusehen. Das sagte der Vize-Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, am Sonntag gegenüber Sputnik.

    Rjabkow äußerte auch, dass alle Teilnehmer des gemeinsamen umfassenden Aktionsplans Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen sollten.

    „Die iranischen Kollegen haben die von ihnen bekundete Weigerung, die im Aktionsplan festgelegte höchste Volumensgrenze für das zu gewinnende Wasser zu berücksichtigen, nicht fallen lassen. Diese Haltung bleibt meines Erachtens nach weiter in Kraft, obwohl wir die Iraner weiterhin dazu aufrufen, von Eskalationsschritten abzusehen“, sagte Rjabkow kurz vor der in Wien stattfindenden Sitzung der Kommission für den gemeinsamen umfassenden Aktionsplan. 

    Der Diplomat betonte zugleich, Moskau habe „Verständnis für die Motive, nach denen Teheran sich auf den Arbeitsmodus nach dem Prinzip ‚weniger für weniger‘ umgestellt habe.

    „Eine Reduzierung der zu erfüllenden Verpflichtungen im Rahmen des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplanes provoziert selbstverständlich jene Kräfte, die seinen totalen Abbruch wollen – vor allem in Washington – zu einer neuen Zuspitzung. Deshalb sollten die Iraner Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen. Genauso wie alle anderen“, so Rjabkow.

    ls/ae

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