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10:06 22 September 2019
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    US-Schiffe in der Straße von Hormus

    „Feindlicher“ Plan: Teheran über Stationierung europäischer Flotte im Persischen Golf

    © Foto: U.S. Marine Corps/Cpl. Adam Dublinske
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    Der amtliche Regierungssprecher des Irans, Ali Rabii, hat die Pläne etlicher europäischer Länder zur Flottenstationierung im Persischen Golf als „feindlich“ bezeichnet, meldet die Agentur ISNA.

    Zuvor hatte der britische Außenminister Jeremy Hunt erklärt, Großbritannien wolle eine gesamteuropäische Mission zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus initiieren, nachdem der Iran den britischen Öltanker „Stena Impero“ festgesetzt habe. Wie der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian äußerte, arbeite Frankreich gemeinsam mit Großbritannien und Deutschland an „der europäischen Initiative“, um die maritime Sicherheit im Persischen Golf zu gewährleisten.

    „Wir haben gehört, dass sie die Stationierung einer europäischen Flotte im Persischen Golf planen. Das ist selbstverständlich ein feindlicher Message, der Spannungen provoziert und verschärft“, sagte Rabii. Der Iran sei einer der Hauptgaranten für die Sicherheit im Persischen Golf, fügte er hinzu.

    US-Außenminister Mike Pompeo hatte zuvor angekündigt, dass die USA eine internationale Koalition bilden würden, um die Straße von Hormus zu patrouillieren, die den Persischen Golf und den Golf von Oman miteinander verbinde.

    Am 19. Juli hatten die Iranischen Revolutionsgarden den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker „Stena Impero” in der Straße von Hormus festgesetzt und ihn später zum Hafen Bandar Abbas begleitet. Die 23 Besatzungsmitglieder, darunter drei Russen, halten sich derzeit an Bord des vor Anker liegenden Schiffes auf. Indes haben die Schiffsbesitzer einen Besuch auf dem Öltanker offiziell beantragt und warten nun auf die Antwort der iranischen Behörden.

    Der Vorfall mit der „Stena Impero“ war faktisch die Antwort der iranischen Behörden auf die Aufbringung des iranischen Öltankers „Grace 1“ durch das britische Gebiet Gibraltar am 4. Juli. Das Schiff stand im Verdacht, die EU-Sanktionen gegen Syrien verletzt zu haben.  

    ls/mt

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    Tags:
    Jean-Yves Le Drian, Jeremy Hunt, ISNA, Straße von Hormus, Persischer Golf, Frankreich, Großbritannien, Iran