14:16 14 November 2019
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    Markt in Idlib (Archivbild)

    Angeblich von Russland „zerstörter“ Markt in Idlib völlig intakt - Generalstab

    © REUTERS / Khalil Ashawi
    Politik
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    Der Markt in der syrischen Provinz Idlib, den nach Behauptungen der „Weißhelme“ Russland bei einem Luftangriff vernichtet haben soll, ist vollkommen unbeschädigt und funktioniert einwandfrei. Das teilte der Chef der Hauptverwaltung Operatives des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Generaloberst Sergej Rudskoi, am Montag mit.

    Dabei berief sich Rudskoi auf Lichtbildaufnahmen.

    „Um die Meldungen über einen angeblich zerstörten Markt in der Ortschaft Maaret al-Numan zu prüfen, haben russische Drohnen am 24. und 26. Juli Aufnahmen von diesen Ort und den nahegelegenen Territorien gemacht, d.h. bereits nach dem angeblichen Luftangriff auf diese Objekte“, sagte er.

    Wie Rudskoi weiter betonte, seien auf den von Mitteln für objektive Kontrolle aufgenommenen Bildern „keinerlei Merkmale für irgendwelche Zerstörungen zu sehen, die unbedingt aufgetreten sein müssten, wenn dieser Ort tatsächlich von einem Luftangriff mit Einsatz von sechs Fliegerbomben getroffen worden wäre“.

    Auch Aufnahmen eines russischen Raumfahrzeuges vom Freitag und unmittelbar ein Video von diesem Markt vom Samstag bewiesen dies, so Rudskoi. 

    Wie der Vertreter des russischen Generalstabs sagte, hätten Terroristen in letzter Zeit eine Täuschungskampagne mit dem Ziel entfesselt, das Vorgehen Russlands in der Deeskalationszone Idlib zu diskreditieren. Der russischen Luftwaffe werde vorgeworfen, „Angriffe auf Zivilisten geflogen zu haben“.

    Die Falschinformationen aus Idlib würden von den „Weißhelmen“ verbreitet, die inszenierte Videos über „Luftangriffe der russischen Luftstreitkräfte auf zivile Einrichtungen“ gedreht hätten.

    Zuvor hatte das Verteidigungsministerium Russlands die Erklärungen von anonymen Vertretern der von Großbritannien und den USA finanzierten Organisation „Weißhelme“ über einen angeblichen Angriff auf einen Markt in der Ortschaft Maaret al-Numan (Provinz Idlib) durch Flugzeuge der russischen Luft- und Weltraumkräfte als ein Fake bezeichnet.

    Am 22. Juli hatten westliche Medien unter Berufung auf Weißhelm-Aktivisten berichtet, dass Russland einen Luftangriff auf einen Markt in der syrischen Provinz Idlib verübt habe.

    „Weißhelme“ - Organisation 

    Die „Weißhelme“ präsentieren sich als Beschützer der Zivilbevölkerung in Syrien, ohne politische Agenda. Der Organisation wird jedoch vorgeworfen, inszenierte Videos aus Syrien zu verbreiten: So haben syrische Journalisten mehrere Aufnahmen gezeigt, auf denen die „Rettungskräfte“ mit Waffen und in Militäruniform zu sehen sind. Das russische Außenministerium bezeichnete die Tätigkeit der „Weißhelme“ als Teil der Verleumdungskampagne gegen die syrische Regierung.

     ns /mt/sna

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    Tags:
    Sergej Rudskoi, Generalstab, Weißhelme, Syrien, Russland