03:31 11 August 2020
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    Der Krieg in Libyen wird gleich nach einem Rückschlag der von Khalifa Haftar befehligten Kräfte zu Ende gehen, sagte der Chef der in Tripolis ansässigen Nationalen Einheitsregierung, Fajis al-Sarradsch, gegenüber Sputnik.

    „Merkmale für ein Kriegsende zeichnen sich mit dem Vorrücken unserer Kräfte ab. Der Krieg wird mit der Niederlage des Aggressors zu Ende gehen. Es kommt darauf an, dass die Libyer auf den Weg zu einer Versöhnung zurückkehren, die er beeinträchtigen wollte“, sagte Al-Sarradsch.

    Der Befehlshaber der Libyschen Nationalarmee, Khalifa Haftar, hatte am 4. April eine Offensive gegen Tripolis gestartet, „um es von den Terroristen zu befreien“. Daraufhin begannen die der Regierung in Tripolis treuen Kampfkräfte die Gegenoffensive „Vulkan der Wut“. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bei den Kämpfen in Tripolis rund 1.050 Menschen getötet und mehr als 5.500 verletzt worden.

    In Libyen herrscht seit dem Sturz von Staatschef Muammar Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Libyen kann nicht mehr als ein einheitlicher Staat funktionieren. In der ostlibyschen Stadt Tobruk sitzt ein vom Volk gewähltes Parlament, während die Nationale Einheitsregierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in der Hauptstadt Tripolis im Westen Libyens ihren Sitz hat. Letztere wurde mit Unterstützung der Uno und der EU gebildet. Die Behörden im östlichen Teil des Landes handeln unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee.

    ls/mt

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    Fajis al-Sarradsch, Libyen