10:22 04 August 2020
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    Die US-Bürgerrechtsbewegung ACLU hat das Bundesgericht in San Diego (Bundesstaat Kalifornien) kontaktiert, um die Trennung von Migrantenfamilien an der US-Grenze zu stoppen. Nach Angaben der Bürgerrechtler sollen die US-Behörden mehr als 900 Kinder von ihren Eltern getrennt haben, obwohl diese Praxis im Juni 2018 gerichtlich untersagt worden war.

    ACLU wirft der Regierung vor, leichte Vergehen zum Vorwand zu nehmen, um die Anordnung des Gerichts zu umgehen. So seien 911 Kinder zwischen dem 26. Juni 2018 und dem 29. Juni 2019 ihren illegal in die USA eingereisten Familien weggenommen worden. Die meisten Trennungen hätten auf strafbarem Verhalten der Eltern basiert. Dabei bleibt es in vielen Fällen unklar, ob es um eine strafrechtliche Verurteilung oder eine Anklage geht.

    In rund 20 Prozent der Fälle seien Kinder unter fünf Jahren betroffen. Der ACLU-Anwalt Lee Gelernt sagte in diesem Zusammenhang: „Es ist schockierend, dass die Trump-Regierung weiterhin Eltern ihre Babys wegnimmt.“ Er bezeichnete diese Handlungen als „brutale und illegale Politik“.

    Bereits vor einem Jahr hatte US-Präsident Donald Trump ein Dekret unterzeichnet, nach dem illegal eingereiste Familien nicht mehr getrennt, sondern zusammen festgehalten werden sollen. Die Trennungen von Familien waren ein Teil der sogenannten „Null-Toleranz-Politik“, die gegen die Migranten (vor allem aus Mexiko) gerichtet war.

    wf/sb

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    Tags:
    Mexiko, USA, Familien, Kinder, Migranten, Trennung, Familientrennung