02:54 03 Dezember 2020
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    Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat am Mittwoch die Besorgnis des französischen Außenministeriums im Zusammenhang mit den nicht genehmigten Protestaktionen in Moskau am Wochenende kritisiert.

    „Das französische Außenministerium zeigte sich besorgt über die Proteste in Moskau. Dasselbe Frankreich, in dem es fast jahrelang gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gab – wie selbst die Franzosen die Situation bezeichnen”, schrieb Sacharowa in einem Facebook-Beitrag.

    Die Behörden hätten dabei zu jeder Art „repressiver” Druckausübung auf die Bevölkerung gegriffen. Die Beamten hätten Tränengas, Betäubungsgranaten und Wasserwerfer eingesetzt. Es sei zu Massenverhaftungen gekommen. Die Aktionen in Frankreich seien nicht genehmigt worden. Die Vorgehensweise der Polizei sei so gewesen, als ob die Teilnehmer „fremde Besatzer” wären, führte Sacharowa aus.

    Sie erinnerte auch daran, dass nach Angaben von Frankreichs Innenminister, Christophe Castaner, elf Menschen während der Gelbwesten-Krise ums Leben kamen und 2500 Aktivisten verletzt wurden.  

    „Paris sollte nach all dem nicht irgendjemanden über die Verhältnismäßigkeit der Reaktion belehren”, betonte die Sprecherin. 

    Proteste in Moskau

    Bei einer nicht genehmigten Aktion im Zentrum Moskaus wurden am Samstag laut der Moskauer Hauptpolizeibehörde 1074 Menschen wegen verschiedener Straftaten festgenommen.

    Die Demo, die am Samstag stattfand, wurde nicht mit den Stadtbehörden abgestimmt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es in sozialen Netzwerken Aufrufe, am 27. Juli zu einer nicht genehmigten Aktion in der Twerskaja-Straße 13 zu kommen, in der sich das Moskauer Rathaus befindet. Sie wurde von den Oppositionellen organisiert, die wegen einer extrem hohen Anzahl an gefälschten Unterstützerunterschriften als Teilnehmer an der anstehenden Wahl zum Moskauer Parlament im September nicht registriert wurden.

    jeg/ae/sna

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    Tags:
    Maria Sacharowa, Proteste, Frankreich, Russland