20:04 22 November 2019
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    Soldaten der montenegrinischen Armee (Archivbild)

    Nun per Gesetz: Montenegro verpflichtet seine Militärs, Nato-Verbündete zu schützen

    © AFP 2019 / SAVO PRELEVIC
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    Das Parlament von Montenegro hat ein Gesetz verabschiedet, das die Teilnahme an den internationalen Missionen und den Schutz der Nato-Verbündeten regelt. Dies berichtete das nationale Fernsehen des Landes am Mittwoch.

    Demnach werden die Stellen in den Armeeeinheiten, die an den „internationalen Kontingenten zur Erhaltung des Friedens, Reaktion auf Krisensituationen im Rahmen der humanitären Einsätze, Hilfe zur Demokratieförderung sowie zur rechtlichen Sicherheit und zum Schutz der Menschenrechte“ teilnehmen sollen, mit Freiwilligen besetzt werden.

    „Die Teilnahme der montenegrinischen Militärs an Aktivitäten zum Schutz der Nato-Verbündeten ist jedoch Pflicht“, heißt es im Dokument.

    Zudem wurde das Verteidigungsgesetz geändert: Nun können die Bürger des Landes im Rahmen ihrer Wehrpflicht nicht nur beim Not- und Kriegszustand, sondern auch in der Friedenszeit eingesetzt werden.

    Am 23. Juli hatten die Behörden von Montenegro und der Chef des Allied Command Transformation der Nato, General André Lanata, ein Dokument zur Vollendung des Beitritts der Balkan-Republik zur Nordatlantischen Allianz unterzeichnet.

    Anfang Juli 2017 war Montenegro offiziell dem Bündnis beigetreten und damit 29. Nato-Mitglied geworden. Ein wesentlicher Teil der ehemaligen jugoslawischen Republik war gegen den Nato-Beitritt aufgetreten. Zahlreiche Protestaktionen hatten im Land stattgefunden.

    asch/ae/sna

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    Tags:
    Militärs, Armee, Schutz, Beitritt, NATO-Beitritt, NATO, Montenegro