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03:57 19 September 2019
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    Irans Präsident Hassan Ruhani

    „Infantile“ Sanktionen zeigen Angst der USA vor Sarif – Irans Präsident

    © AFP 2019 / HO / IRANIAN PRESIDENCY
    Politik
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    In einer Erklärung am Donnerstag hat Präsident Hassan Ruhani die Verhängung von US-Sanktionen gegen den iranischen Außenminister Dschawad Sarif als „kindisches Verhalten“ verunglimpft.

    Washington „greife auf kindisches Verhalten zurück“, sagte Ruhani. Die Sanktionen seien am besten als „infantil“ zu bezeichnen.

    „Sie haben jeden Tag beteuert, sie wollten reden ohne Vorbedingungen. Und dann verhängen sie Sanktionen gegen den Außenminister“, erklärte Irans Präsident.

     Offenkundig fürchteten sie sich vor Sarifs öffentlichen Äußerungen. „Die Säulen des Weißen Hauses wackeln angesichts der Worte und des Wissens eines aufopferungsvollen Mannes und Diplomaten.

    Zuvor hatte auch der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi die Meinung geäußert, dass Washington Angst vor dem Verhandlungsgeschick Sarifs habe.

    Auch die EU hat die Sanktionen gegen den Außenminister heftig kritisiert. Wie ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini verlautbarte, bedauere die Europäische Union diese Entscheidung und werde mit Sarif weiterzusammenarbeiten.

    Sarifs Beziehung zu den USA

    Dschawad Sarif gilt als einer der Architekten des 2015 vereinbarten Atomdeals. Der in Teheran geborene Diplomat hatte beste Voraussetzungen für einen Durchbruch bei den Verhandlungen: Der 59-Jährige hat in San Francisco studiert, besitzt einen Doktortitel in Politologie von der Universität Denver und spricht perfekt Englisch. Außerdem war er von 2002 bis 2007 Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, wo er schon damals mehrere inoffizielle Treffen mit US-Politikern hatte.

    Im Zuge der Verhandlungen für das Abkommen entwickelten Sarif und sein damaliger US-Kollege John Kerry eine gut funktionierende Arbeitsbeziehung, was angesichts der jahrzehntelangen Feindschaft zwischen den beiden Ländern bemerkenswert war. Der Demokrat Kerry nannte Sarif einen „Patrioten”.

    Trumps Regierung hingegen hat kein gutes Wort für den Diplomaten übrig. So bezeichnete Außenminister Mike Pompeo Sarif und den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im Februar auf Twitter als „Frontmänner einer korrupten religiösen Mafia”.

    msch/ae/dpa

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    Sanktionen, USA, Hassan Rouhani, Hassan Ruhani, Mohammed Dschawad Sarif, Iran