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19:47 12 November 2019
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    Iranischer Außenamtschef Mohammed Dschawad Sarif (Archiv)

    USA sollen Selbstisolation stoppen und sich neuer globaler Realität anpassen – Irans Außenminister

    © Sputnik / Sergej Gineew
    Politik
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat infolge des offiziellen Aus des INF-Vertrages die Vereinigten Staaten am Freitag aufgefordert, die Selbstisolation zu beenden und sich an die neue globale Realität anzupassen.

    Am Freitag hatte das russische Außenamt mitgeteilt, dass der INF-Vertrag ab sofort auf Initiative der Vereinigten Staaten offiziell ungültig sei.

    Der iranische Außenminister Sarif teilte in diesem Zusammenhang via Twitter mit, dass weder der „wirtschaftliche Terrorismus gegen China und gegen den Iran“, noch der „Ausstieg aus einem weiteren Abkommen (einseitiger Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag – Anm. d. Red.)“ die Verschiebungen im globalen Handel und des globalen Kräfteverhältnisses ändern werden.

    „Die Vereinigten Staaten müssen aufhören, sich selbst zu isolieren und sich an eine neue globale Realität anpassen.“

    ​Am Mittwoch hatte die US-Regierung den iranischen Außenamtschef auf die Sanktionsliste gesetzt.

    Zur Begründung hieß es: „Sarif ist das internationale Gesicht dieses Regimes, der die Propaganda und die Desinformationskampagnen zur Unterstützung von Teherans Nuklearprogramm, ballistischen Raketen und Terrornetzwerken anführt.”

    Irans Präsident Hassan Ruhani bezeichnete die US-Sanktionen gegen Sarif als „kindisches Verhalten“.

    Dschawad Sarif gilt als einer der Architekten des 2015 vereinbarten Atomdeals, aus dem die USA im vergangenen Jahr einseitig ausgestiegen sind und schwerwiegende Sanktionen gegen die Islamische Republik wieder in Kraft gesetzt hatten.

    Die übrigen Teilnehmer des Iran-Atomvertrages haben wiederholt bekräftigt, am Abkommen festhalten zu wollen.

    awm/ae

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