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04:05 23 Oktober 2019
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    Raketenabwehrsystem S-400 (Archiv)

    Türkei: S-400 werden nicht in Nato-Raketenabwehrsystem integriert – Stoltenberg

    © REUTERS / Vitaly Nevar
    Politik
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    Laut dem Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sollen die von der Türkei in Russland erworbenen Flugabwehrsysteme S-400 nicht in das Luft-und Raketenabwehrsystem der transatlantischen Militärallianz integriert werden. Das geht aus der Pressekonferenz des Generalsekretärs im Nato-Hauptquartiert in Brüssel am Freitag hervor.

    Auf die Journalistenfrage, ob die S-400 in der Türkei in ein Nato-Raketenabwehrsystem integriert werden sollen, antwortete Stoltenberg:

    „Antwort – Nein. Es gibt keine Pläne, die S-400 in ein einheitliches System der Luft-und Raketenabwehr der Nato zu integrieren.“

    Türkei plant S-400-Indienststellung im nächsten Jahr

    Ankara hatte 2019 insgesamt vier S-400-Divisionen im Gesamtwert von 2,5 Milliarden US-Dollar erworben. Die Lieferungen der S-400-Raketenabwehrkomplexe in die Türkei begannen am 12. Juli und werden voraussichtlich bis April 2020 dauern.

    Der erste Teil der Lieferungen ist bereits abgeschlossen. Der zweite Teil soll laut dem Chef des türkischen Sekretariats für Rüstungsindustrie, İsmail Demir, im nächsten Jahr erfolgen.

    Der türkische Staatschef, Recep Tayyip Erdogan, erklärt diesbezüglich, dass man die erworbenen Flugabwehrsysteme S-400 ab April 2020 einsetzen wolle und auf die eigenen nationalen Sicherheitsprojekte wegen der Drohungen vonseiten der Vereinigten Staaten nicht verzichten werde.

    Konflikt mit den USA

    Der Kauf der russischen Flugabwehrsysteme durch die Türkei hatte einen internationalen Skandal zur Folge. Washington forderte von Ankara, auf den Kauf zu verzichten und stattdessen Patriot-Komplexe aus US-Produktion zu erwerben. Zudem drohte das Weiße Haus mit Verschiebung oder sogar Aufhebung des Verkaufs der Kampfflugzeuge F-35 an die Türkei.

    Laut dem türkischen Außenminister, Mevlüt Çavuşoğlu, haben sich die Beziehungen zwischen der Türkei und der Nato wegen des Kaufs der russischen Raketenabwehrsysteme S-400 durch Ankara nicht verschlechtert.

    „Wir haben keine Probleme mit der Nato. Sie können einen Blick auf die Erklärungen des Generalsekretärs und seines Stellvertreters zu S-400 und anderen Themen werfen“, so Çavuşoğlu. Ihm zufolge gehört die Türkei zu den fünf wichtigsten Ländern, die einen wesentlichen Beitrag zur Nordatlantischen Allianz leisten.

    awm/ae

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