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15:50 21 September 2019
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    Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Archiv)

    Sarif stuft neue antirussische Sanktionen als „Pompeos Paranoia“ ein

    CC BY 3.0 / MSC / Balk
    Politik
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    Die jüngsten Restriktionen der USA gegen Russland resultieren aus der Supermacht-Paranoia von US-Außenminister Mike Pompeo. Das schrieb der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter.

    „In ihrem weiteren Anfall von ökonomischem Terrorismus haben die USA zusätzliche Strafen gegen Russland verhängt. Pompeos Großmacht-Paranoia artet scheinbar in eine regelrechte Phobie aus. Wacht auf: die Ära der ‚Großmächte‘ ist schon längst vorbei“, schrieb Sarif.

    ​Zuvor wurde gemeldet, dass die USA ein zweites Paket von Russland-Sanktionen wegen der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien in Kraft setzen. Moskau habe die erforderlichen Garantien im Rahmen der US-Gesetzgebung immer noch nicht gewährt, hieß es zur Begründung.

    Das Außenministerium Russlands teilte mit, dass dieser Schritt für Moskau keine Überraschung war.

    „Die russische Wirtschaft hat sich derartigen Handlungen der USA bereits angepasst, denn die Administration von Präsident Donald Trump verhängt regelmäßig Sanktionen und sonstige Beschränkungen gegen Russland“, erklärte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Freitag. Zugleich äußerte er Bedauern darüber, dass die USA mit der Inkraftsetzung dieses Sanktionspakets die Beziehungen zu Russland noch stärker ruinieren.

    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte zuvor mitgeteilt, dass Russland im Zusammenhang mit dem Skripal-Fall bereits rund 60 diplomatische Noten an London mit der Forderung gerichtet hatte, Russland an den Ermittlungen mitmachen zu lassen. Die Reaktion der britischen Behörden bleibe immer noch aus.

    Im März 2018 hatte der damalige britische Außenminister Boris Johnson Russland vorgeworfen, Skripal und seine Tochter Julia vergiftet zu haben. „Die uns vorliegenden Beweise sind beeindruckend“, betonte er. Aber alle Anschuldigungen erwiesen sich als ein Fake. Der Chef eines Geheimlabors des britischen Außenministeriums erklärte später, dass Experten die Herkunft des Stoffes nicht feststellen konnten, mit dem Skripal und seine Tochter nach Behauptung Londons vergiftet wurden.

    Am gleichen Tag gab das britische Außenamt zu, dass der Schluss, wonach Russland in diesen Giftanschlag verwickelt ist, aufgrund eigener Einschätzung der vorliegenden Daten gezogen wurde.

    am/

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    Tags:
    Paranoia, Skripal-Fall, Sanktionen, Sergej Rjabkow, Maria Sacharowa, Mike Pompeo, Mohammed Dschawad Sarif, Russland, USA, Iran