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    Iranischer Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Archiv)

    Bei Treffen mit Rand Paul: Irans Außenminister Sarif erhält Einladung ins Weiße Haus

    © AFP 2019 / KENA BETANCUR
    Politik
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    Der iranische Außenamtschef Mohammed Dschawad Sarif hat bei einem kürzlichen Treffen mit dem US-Senator Rand Paul in New York von dem republikanischen Politiker eine Einladung in das Weiße Haus zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump erhalten, meldet die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag.

    Auf einer Pressekonferenz in Teheran bestätigte dies der iranische Regierungssprecher Ali Rabiei: „Erst trifft sich ein US-Senator mit Sarif, dann wird er sogar (in das Weiße Haus – Anm. d. Red.) eingeladen, am Ende aber wird er von den USA sanktioniert […] Das ist doch wirklich kindisch und albern.“

    Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass sich Paul in New York mit Sarif getroffen und diesem die Einladung des US-Präsidenten übermittelt habe. Diese sei jedoch vorerst abgelehnt worden. Sarif habe argumentiert, die iranische Regierung müsse darüber entscheiden, ob er sie annehme.

    Weitere Details zu dem Treffen mit dem US-Senator und der Einladung nach Washington werde der iranische Außenminister selbst demnächst bekanntgeben, so der Sprecher.

    US-Präsident Donald Trump hatte laut eigener Aussage am 19. Juli den Senator Paul damit beauftragt, die Möglichkeit von Gesprächen mit Teheran auszuloten. Die iranische Wirtschaft befinde sich im freien Fall, sagte der US-Staatschef zu jenem Zeitpunkt, und er sei zuversichtlich, dass es bald eine Einigung im Konflikt mit dem Iran geben werde.

    Rabiei sagte außerdem, dass ein iranisch-amerikanisches Treffen ohne eine Rückkehr der USA zum Atomabkommen von 2015 und ohne die Aufhebung der Wirtschaftsbeschränkungen nicht akzeptabel sei. 

    Die USA hatten in der vergangenen Woche Sanktionen gegen den iranischen Außenminister als Person mit der Begründung verhängt, dass Sarif  das „internationale Gesicht dieses Regimes“ sei und die „Propaganda und die Desinformationskampagnen zur Unterstützung von Teherans Nuklearprogramm, ballistischen Raketen und Terrornetzwerken“ anführe.

    Das iranische Außenamt bezeichnete dies als „Gipfel der Dummheit“, Präsident Hassan Ruhani nannte die Entscheidung kindisch und „ein politisches und moralisches Armutszeugnis“ der US-Außenpolitik.

    Die Spannungen zwischen Washington und Teheran haben sich verstärkt, nachdem die Vereinigten Staaten 2018 einseitig aus dem internationalen Atomabkommen, das eine iranische Atombombe verhindern soll, ausgestiegen waren und schwerwiegende Sanktionen gegen die islamische Republik wieder in Kraft setzten.

    awm/mt/dpa

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