08:17 12 August 2020
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    Die Polizei in Hongkong hat Tränengas eingesetzt, um Demonstranten auseinanderzujagen, schreibt die Zeitung „South China Morning Post“.

    Tausende Menschen hatten sich am Sonntag erneut zu einer genehmigten Protestaktion gegen das Auslieferungsgesetz versammelt. Etwas später wichen einige Protestler von der mit den Behörden abgestimmten Route ab und umkreisten eines der Polizeireviere.

    Die Demonstranten warfen Ziegelsteine und Eier gegen das Gebäude. Nach Polizeiangaben haben die Teilnehmer der nicht genehmigten Aktion Straßen blockiert und den Stadtverkehr behindert.

    Nach Angaben der Zeitung hat die Polizei Tränengas an den Zugängen zur Kanzlei der Zentralregierung der VR China in Hongkong eingesetzt. Das Haus war auch bei früheren Protestaktionen von Demonstranten angegriffen worden.  

    Die Massenproteste in Hongkong hatten im Juni wegen der Behandlung von Änderungen am Auslieferungsgesetz begonnen, die es Hongkong erlauben würden, Tatverdächtige an Länder wie Taiwan, Macao und Festlandchina auszuliefern, mit denen Hongkong keine Auslieferungsvereinbarungen hat. Inzwischen setzte die Regierung von Hongkong die Erörterung der genannten Gesetzesnovellen aus, doch die Gegner des Gesetzentwurfs gaben sich nicht damit zufrieden und forderten den vollen Verzicht auf das Gesetz. Sie stellten den Behörden ein Ultimatum, dem nicht stattgegeben wurde, woraufhin die Proteste fortgesetzt wurden.

    ls/mt

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    Tags:
    Polizei, China, Hongkong