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16:00 22 September 2019
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    Kampfjet Su-30MKI

    Indien: Truppen in Alarmbereitschaft versetzt

    CC BY-SA 2.0 / Alan Wilson / Sukhoi Su-30MKI 'SB 065'
    Politik
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    Die indische Armee und die Luftstreitkräfte sind in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, nachdem dem Parlament des Landes ein Gesetzesentwurf vorgelegt wurde, der die Aufhebung des in der Verfassung festgeschriebenen Sonderstatus für den Bundesstaat Jammu und Kaschmir vorsieht. Dies meldet die Nachrichtenagentur ANI via Twitter.

    Die entsprechende Initiative brachte laut Medienberichten der Innenminister Indiens, Amit Shah, ins Parlament ein.

    ​Dabei handle es sich um den Artikel 370 der indischen Verfassung, der dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir seit 1954 Autonomierechte garantiert. Zudem garantierte er dem indischen Teil Kaschmirs bislang unter anderem eine eigene Verfassung, eine eigene Flagge und weitgehende Kompetenzen mit Ausnahme vor allem der Außen- und Verteidigungspolitik.

    Immer wieder kommt es im indischen Teil Kaschmirs zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Separatisten, die eine Abspaltung des überwiegend muslimischen Kaschmir vom mehrheitlich hinduistischen Indien wollen. Erst am Wochenende entsandte Indien laut Medienberichten zusätzliche 10.000 Soldaten ins Kaschmir-Tal. Am Freitag berichteten Medien, weitere 25.000 würden dorthin geschickt. 

    Konflikt zwischen Atommächten

    Die Region Kaschmir ist seit einem Krieg 1947 zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan geteilt, wird aber bis heute von beiden Staaten zur Gänze beansprucht. In der Region kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Dabei gibt es in Kaschmir keine offiziellen Grenzen zwischen Indien und Pakistan: Die Streitkräfte beider Staaten werden durch eine Kontrolllinie geteilt.

    Indien wirft Pakistan vor, islamistische Kämpfer im indischen Teil zu unterstützen. Islamabad bestreitet dies und gibt an, dass die Einwohner von Kaschmir unabhängig für ihre Rechte kämpfen würden.

    pd/sb

     

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