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08:08 19 September 2019
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    Russischer Präsident Wladimir Putin am 5. August 2019

    Putin: So wird Russland den INF-Ausstieg der USA kontern

    © Sputnik / Michail Klimentjew
    Politik
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag eine Stellungnahme zur Aussetzung des INF-Vertrags abgegeben sowie das geplante Vorgehen Russlands in dieser Situation offenbart.

    Sollte sich aus zuverlässigen Quellen bestätigen, dass die USA die Herstellung von unter dem INF-Vertrag verbotenen Kurz- oder Mittelstreckensystemen begonnen hätten, werde Russland dazu gezwungen sein, mit der Erarbeitung ähnlicher Komplexe anzufangen, erklärte Putin.

    Dieser technologische Schritt erfordere aber viel Zeit. Deswegen werde Moskau bis auf weiteres die durch den INF-Ausstieg verursachten Gefahren mittels der Systeme kontern, die bereits in die Bewaffnung aufgenommen worden seien.

    Dazu gehören unter anderem die Hyperschallkomplexe „Kinschal“ und „Zirkon“ sowie die Marschflugkörper „Kalibr“.

    Wettrüsten befürchtet

    Der russische Staatschef mahnte allerdings vor einem neuen Wettrüsten, das durch die Aussetzung des INF-Vertrags ausgelöst werden könnte. Das Vorgehen der USA verurteilte er als eine Bedrohung für die globale Sicherheit.

    „Um Chaos zu vermeiden, in dem es keine Regeln, Beschränkungen und Gesetze gibt, muss man noch einmal alle möglichen gefährlichen Konsequenzen abwägen und einen ernsthaften, sachlichen und eindeutigen Dialog beginnen“, resümierte Putin.

    USA steigen aus INF-Vertrag aus

    Am 2. August teilte das russische Außenministerium mit, dass der INF-Vertrag ab sofort auf Initiative der USA offiziell ungültig sei.

    Washington hatte die Einhaltung seiner Verpflichtungen zum INF-Vertrag ab dem 2. Februar 2019 mit der Begründung ausgesetzt, dass Russland systematisch die Vertragsbedingungen mit seiner Rakete 9M729 verletze. Moskau wies die Anschuldigungen als aus der Luft gegriffen zurück und forderte die Gegenseite auf, die Vorwürfe mit konkreten Fakten zu untermauern.

    Außerdem haben russische Militärs, zum Abbau der Besorgnisse Washingtons, der amerikanischen Seite in diesem Zusammenhang eine Reihe konkreter Maßnahmen zur Transparenz in Bezug auf die Rakete 9M729 vorgeschlagen. Diese Vorschläge wurden von den Amerikanern ignoriert.

    msch/mt/sna

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    Tags:
    Kurzstreckenraketen, Mittelstreckenrakete, Kalibr-Rakete, Zirkon-Raketen, "Kinschal"-Raketen, Wettrüsten, Wladimir Putin, Russland, USA, INF-Vertrag, INF