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22:16 22 September 2019
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    Bundesagrarministerin Julia Klöckner (Archiv)

    Wegen Klimaschutz: Klöckner wirbt für stärkere Holz-Nutzung

    © AFP 2019 / ODD ANDERSEN
    Politik
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    Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat sich aus Überlegungen des Klimaschutzes für eine stärkere Holz-Nutzung, insbesondere im Hausbau, ausgesprochen, meldet die Deutsche Presse-Agentur am Montag.

    In einem Zeitungsinterview sagte Klöckner, dass eine stärkere Holz-Nutzung langfristig das Treibhausgas Kohlendioxid CO2 binde. Wegen des Klimaschutzes sieht die Christdemokratin auch ein großes Potenzial für Häuser in Holzbauweise.

    Auch bei Bemühungen um mehr Wohnungen könnten Holzhäuser helfen, die dank eines hohen Vorfertigungsgrades schnell aufgebaut würden. Durch Trockenheit, Sturm und Borkenkäfer gebe es leider viel Schadholz. Wenn beschädigtes Holz innen gesund sei, könne man es aber verwenden.

    Die Ministerin erläuterte, Holz sei ein ständig nachwachsender Rohstoff und speichere dauerhaft Kohlenstoff, den Bäume aus atmosphärischem CO2 eingebunden und verarbeitet haben. Beim Hausbau gebe es aber noch rechtliche Hindernisse etwa beim Brandschutz, die wegen innovativer Entwicklungen im modernen Holzbau aber nicht mehr gerechtfertigt seien.

    „Einige Bundesländer sind noch skeptisch. Sie sollten ihre Zweifel ablegen und ihre Bauvorschriften gemessen am heute erreichten Stand der Holzbautechnik anpassen“, sagte die CDU-Politikerin.

    Dieser Ansicht ist auch die Energieexpertin von der Deutschen Umwelthilfe, Paula Brandmeyer, die in der Holzbauweise ebenfalls viel Klimaschutzpotenzial sieht.

    „Wichtig wären auch mehr Anreize bei der Bau-Förderung und ein Schub durch eine größere Rolle des Holzbaus bei öffentlichen Ausschreibungen“, so Brandmeyer.

    Aus Sicht des Bau-Experten der Grünen, Chris Kühn, sei in Deutschland auch eine nationale Holzbaustrategie notwendig. Zudem könnte der Bund selbst viel mehr beim klimaschonenden Holzbau tun: „Immer noch wird nur ein Bruchteil der eigenen Bundesbauten in Holzbauweise errichtet.“

    Laut Klöckner hat sich der Anteil der Holzbauweise in den vergangenen 25 Jahren auf 18 Prozent erhöht. In diesem Bereich könne man aber auch viel mehr tun. Zudem könnten Bauten aus Stein, Metallverbindungen und Holz als Option in Betracht gezogen werden, so die Bundesagrarministerin. Bei Hochhäusern aus Holz sei Deutschland allerdings unerfahren. Nach Branchendaten wurden in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr 21.000 Wohngebäude in Holzbauweise genehmigt, dazu kamen knapp 5000 Nichtwohngebäude.

    awm/mt/dpa

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    Tags:
    Deutsche Umwelthilfe (DUH), Holz, Klimaschutz, Julia Klöckner, Deutschland