08:04 15 November 2019
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    Internationale Nachrichtenagentur Sputnik (Archiv)

    Sputnik-Foto von Notre-Dame-Brand: „The Guardian“ entschuldigt sich für falsche Anschuldigungen

    © Sputnik / Wladimir Trefilow
    Politik
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    Die britische Zeitung „The Guardian“ hat seine Behauptung zurückgenommen, Sputnik France habe mit einem Foto Falschinformationen verbreitet. Das hatte die Zeitung vor fast vier Monaten behauptet. Nun hat sie eine Entschuldigung dafür veröffentlicht, nachdem Sputnik France auf den Fehler des Blattes hingewiesen hatte.

    „Wir entschuldigen uns dafür, dass wir das Gegenteil behauptet haben“, heißt es in einem Beitrag, den die britische Zeitung „The Guardian“ am Montag auf Instagram Stories gepostet hat.

    Vor vier Monaten hatte das Blatt die französische Redaktion von Sputnik beschuldigt, ein bearbeitetes Foto veröffentlicht zu haben. Das war im April dieses Jahres beim Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris aufgenommen worden. Darauf waren die brennende Kathedrale im Hintergrund und zwei lächelnde junge Männer mit orientalischem Aussehen im Vordergrund zu sehen, die unter einer Polizeisperre vorbeigingen.

    Die Entschuldigung von "The Guardian" bei Instagram:

    The Guardian entschudligt sich für Fake-Anschuldigungen gegen Sputnik France
    The Guardian entschudligt sich für Fake-Anschuldigungen gegen Sputnik France

    Die Redaktion von Sputnik France hatte das Foto nicht kommentiert. Es wurde in der Folge neben vielen anderen Aufnahmen aus Paris schnell im Internet verbreitet: Nutzer sozialer Netzwerke führten es als angeblichen Beweis dafür an, dass die Muslime die Tragödie feierten. Einige westliche Medien warfen wiederum Sputnik vor, absichtlich das Bild in die sozialen Netzwerke eingeschleust zu haben, um eine negative Einstellung gegenüber Muslimen hervorzurufen.

    Keine Fälschung

    Die britische Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte dieses Foto von Sputnik France am 19. April in ihrer Auswahl „Fake or for Real“ (dt.: Fälschung oder Wahrheit) auf Instagram. Die Zeitung bezeichnete das Bild als „Fake-News“. Sie zitierte einige US-amerikanischer Experten, die behaupteten, das Foto sei bearbeitet worden.

    Um dieses angeblich manipulierte Foto geht es:

    Großbrand in Notre Dame de Paris
    © Sputnik /
    Großbrand in Notre Dame de Paris

    „Wenn ihr den Zoom verwenden werdet, werdet ihr offensichtliche Anzeichen für eine Montage auf der Wange eines Mannes sehen“, hieß es im Beitrag.

    Sputnik France legte daraufhin Beweise vor, dass das Foto echt ist, so Angaben über dessen Quelle samt allen Metadaten. Es dauerte jedoch einige Monate, bis „The Guardian“ zugab, dass sie sich geirrt hatte.

    In der nun veröffentlichten Entschuldigung heißt es:

    „Die Genauigkeit ist uns wichtig. Wenn ihr also ein Fan unseres Projekts ˏFake or for realˊ seid, lest bitte folgendes: In einer am 19. April veröffentlichten Ausgabe von ˏFake or for realˊ haben wir gemutmaßt, dass das beim Brand in der Notre Dame aufgenommene und mehrfach geteilte Foto bearbeitet wurde. Sputnik France, der Inhaber des Urheberrechts für das Foto, hat Kontakt mit uns aufgenommen, und wir räumen ein, dass das Foto nicht bearbeitet wurde.“

    pd/tg/sna

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    Tags:
    Notre-Dame-Kathedrale, Foto, Fake-News, Sputnik, Vorwürfe, The Guardian