04:22 15 Dezember 2019
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    Militärmanöver der USA und Südkoreas

    Nordkorea kommentiert Militärübungen von USA und Südkorea

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    Politik
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    Die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas können laut dem nordkoreanischen Vertreter bei der Abrüstungskonferenz in Genf, Cho Young-cheol, zur Revision der von Nordkorea bereits unternommenen Schritte zur Denuklearisierung führen und lassen die Möglichkeit für Verhandlungen in die Ferne rücken.

    "Wir haben bereits mehrmals gewarnt, dass die gemeinsamen Militärübungen den Fortschritt blockieren werden, der auf dem bilateralen Niveau mit der RK (Republik Korea – Anm. d. Red.) und den USA erzielt wurde, und uns zwingen werden, die von uns unternommenen bedeutsamen Schritte zu revidieren. Es gibt kein Gesetz, nach dem nur mein Land durch Verpflichtungen gebunden sein soll, wobei die zweite Seite diese ganz frei nicht erfüllt (...). Die existierende Situation senkt wesentlich unseren Wunsch, die Vereinbarungen mit den USA und der Republik Korea zu erfüllen, und beeinflusst die Perspektive des Dialogs“, sagte er in seiner Rede bei der Konferenz für Abrüstung am Dienstag.  

    Ihm zufolge führen Washington und Seoul – trotz aller Treffen zwischen den Staatschefs der USA und Nordkoreas – weiterhin „aggressive Militärübungen durch, die gegen Nordkorea gerichtet sind“.

    „Zuvor wurden neue US-amerikanische F-35A (...) nach Südkorea verlegt, und das strategische US-U-Boot ‚Oklahoma City‘ war im südkoreanischen Hafen Busan eingetroffen. In der Zwischenzeit setzen die USA ihre Pläne zur Stationierung von strategischen Aufklärungsdrohnen ‚Global Hawk‘ in Südkorea durch, was für uns eine ernsthafte Gefahr darstellt. Dies beweist, dass die Behörden der USA und Südkoreas nicht den politischen Wunsch haben, die Erklärungen wahrzunehmen, in denen sie die bilateralen Beziehungen bestätigen, und  Nordkorea nach wie vor als ihren Feind betrachten“, ergänzte der nordkoreanische Vertreter.

    Der Diplomat unterstrich, dass in dem Fall, wenn Washington und Seoul auch weiter darauf bestehen würden, dass die Militärübungen einen ausschließlich defensiven Charakter hätten, Pjöngjang auch mächtige Mittel zum Schutz des eigenen Landes entwickeln, testen und stationieren werde.

    Am Montag hatten die USA und Südkorea eine Serie von Militärübungen begonnen – trotz der Forderungen von Nordkorea, sie abzusagen. Nach Behauptung des nordkoreanischen Außenministeriums erweitern die USA ihre feindseligen Kriegshandlungen gegen Nordkorea, indem sie eine große Quantität von Militärausrüstungen in Südkorea stationieren. Pjöngjang behauptet, dass die USA „ihre Verpflichtung ignorieren, die Durchführung von Militärmanövern vorübergehend einzustellen“, die bei den Gipfeltreffen in Singapur und Panmunjom übernommen worden seien.

    ek/mt/sna

     

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    Tags:
    Südkorea, USA, Militärübungen, Nordkorea