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    Maduro-Unterstützer in Caracas (Bild aus dem Archiv)

    „Ökonomischer Terrorismus“: Caracas empört über Sperrung venezolanischer Aktiva

    © Sputnik / Eva Marie Uzcategui
    Politik
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    Die Einfrierung der Aktiva von Venezuela ist ein ökonomischer Terrorismus vonseiten der USA, wird in einer Erklärung des venezolanischen Außenministeriums unterstrichen. Die Administration des US-Präsidenten Donald Trump ziele darauf ab, den politischen Dialog über die Situation im Land zum Scheitern zu bringen, heißt es.

    Der US-Präsident hatte zuvor per Erlass die Sperrung der in den US-Banken befindlichen Aktiva der venezolanischen Behörden, darunter auch der Zentralbank und des staatlichen Ölunternehmens PDVSA, angeordnet.

    „Die Regierung Venezuelas macht die Völkergemeinschaft auf eine neue, ernst zu nehmende Aggression der Trump-Administration gegen das Volk Venezuelas in Form eines ökonomischen Terrorismus aufmerksam … Washington hat einen Erlass herausgegeben, der die bereits bestehende kriminelle Blockade der Wirtschaft, der Finanzen und des Handels formalisiert“, heißt es in der Erklärung.

    „Es wird offensichtlich, dass die Regierung der USA und deren Verbündete auf ein Scheitern des politischen Dialogs in Venezuela setzen … Die Regierung Venezuelas wird es nicht erlauben, dass diese Eskalation der Aggression den Prozess des politischen Dialogs im Land beeinträchtigt. Sie bekräftigt ihren Willen zur Herbeiführung nationaler Abkommen, … um unsere Demokratie noch mehr zu festigen und das Recht des Volkes auf ein friedliches Leben zu garantieren“, wird unterstrichen.

    In Venezuela hatten am 21. Januar Massenproteste gegen Präsident Nicolás Maduro begonnen, der kurz davor vereidigt worden war. Zwei Tage später erklärte sich der Vorsitzende der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaidó, im Zuge der Massenproteste gegen den amtierenden Staatschef Maduro selbst zum Übergangspräsidenten des Landes.

    Die USA und einige andere Staaten haben Guaidó als Interimsstaatschef anerkannt und von Präsident Maduro gefordert, keine Gewalt gegen die Opposition zuzulassen. Russland, China, die Türkei und einige weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den USA inszenierten Putsch-Versuch sprach.

    ls/mt

     

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    Tags:
    Außenministerium, Juan Guaido, Nicolás Maduro, Donald Trump, USA, Venezuela