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    Terroristen-Stützpunkt an der libanesich-syrischen Grenze (Archivbild)

    Syrien: Pentagon gibt Präsenz von IS-Anhängern im Flüchtlingslager Al-Hol zu

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    Im Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten Syriens, das auf dem Territorium liegt, das die von den USA unterstützten Kurden-Volksmilizen kontrollieren, halten sich zahlreiche Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“* auf.

    Das folgt aus einem Bericht des Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums, Glenn Fine, über die „Operation Inherent Resolve“, die die USA und ihre Verbündeten bereits fünf Jahre lang im Nahen Osten durchführen.

    „Nach Ansicht des US-Verteidigungsministeriums stellt das Flüchtlingslager Al-Hol in Bezug auf Sicherheit ein großes Problem dar, da sich dort zahlreiche Familienmitglieder und Anhänger der Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ aufhalten. Das Ministerium ruft dazu auf, die IS-Anhänger in ihre Herkunftsländer zurückzuführen“, heißt es im Dokument.    

    Laut dem Dokument baute zudem die Terrormiliz „Islamischer Staat“, deren Zerschlagung US-Präsident Donald Trump mehrmals verkündet hatte, in den vergangenen Monaten ihr Untergrund-Netzwerk in Syrien und im Irak aus.

    Nach Angaben des Kommandos der „Operation Inherent Resolve“ (OIR) hat der „Islamische Staat“ Mordanschläge, Entführungen sowie Brandanschläge auf Saatfelder sowohl im Irak als auch in Syrien begangen. Es seien auch Anschläge von Selbstmordattentätern registriert worden.   

    Außerdem habe der IS Terrorzellen in Syrien gebildet und versucht, seine Kommando- und Kontrollpunkte im Irak zu stärken. Wie aus dem Dokument weiter hervorging, stellt der „Islamische Staat“ sein Finanzierungsnetz wieder auf. 

    Unter anderem verwies Glenn Fine in seinem Bericht auf sinkende Möglichkeiten der kurdischen „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) im Anti-IS-Kampf.

    „Innerhalb von drei Monaten hat das Kommando der ‚Operation Inherent Resolve‘ einen Teil der US-Truppen aus Syrien abgezogen, was zur Schwächung der für die Kräfte der Partner nötigen Unterstützung geführt hat, während sie diese bei der Ausbildung und Ausstattung zur Bekämpfung der sich wiederbelebenden IS-Zellen benötigt haben“, so der Militärinspekteur.

    Wie der Inspekteur unter Verweis auf das OIR-Kommando mitteilte, hatten die irakischen Sicherheitskräfte (ISF) und die von den USA unterstützen „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) „langfristige Operationen“ gegen IS-Kämpfer nicht durchführen können.        

    US-Präsident Donald Trump hatte mehrmals  den Sieg über den „Islamischen Staat“ verkündet. Damit hatte Trump im Dezember den Beginn des Abzuges der US-Truppen aus Syrien begründet.

    Indes hat Trump unlängst erklärt, dass rund 2.500 US-Soldaten vorläufig in Syrien blieben. Dieselbe Zahl hatte das US-Kommando noch vor dem verkündeten Truppenabzug genannt. Angesichts des aktuellen Berichts des Generalinspekteurs des Pentagons wurde die Zahl entweder von Anfang an heruntergespielt oder jetzt von Präsident Trump überhöht.      

    Die USA und ihre Verbündeten hatten 2014 ihren Kampf gegen die IS-Terroristen in Syrien und dem Irak aufgenommen. Dabei agiert die Koalition in Syrien ohne Einwilligung der offiziellen Regierung in Damaskus. Im Dezember hatte US-Präsident Donald Trump den Truppenabzug aus Syrien angekündigt, ohne eine konkrete Frist zu nennen.

    Die Operation Inherent Resolve (OIR) ist der militärische Einsatz der USA und ihrer Verbündeten gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ im Irak und in Syrien. Der Name bedeutet etwa „Operation Natürliche Entschlossenheit“.

    *Eine Terrorvereinigung, in Russland verboten

    ns/Ip/sna   

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    Tags:
    Irak, Islamischer Staat, Donald Trump, Demokratische Kräfte Syriens (SDF), USA, Syrien