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15:15 21 Oktober 2019
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    Spezialeinheiten vor der Residenz des ehemaligen kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew am 7. August 2019Almasbek Atambajew

    Kirgistan: Einsatz zur Festnahme des Ex-Präsidenten – Video

    © AP Photo / AKIpress © Sputnik / Aleksei Nikolskiy
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    In Kirgistan ist derzeit ein Einsatz zur Festnahme des ehemaligen Präsidenten des Landes Almasbek Atambajew in Gange, sein Haus wird gestürmt. Von Atambajews Anhängern eingegangene Berichte über seine Festnahme wurden von seinem Berater dementiert.

    Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums Kirgistans sind 36 Menschen verletzt worden. Zuvor war die Rede von 15 Verletzten. Außerdem soll ein Beamter der Sonderdienste ums Leben gekommen sein.

    Die Abgeordnete des kirgisischen Parlaments Irina Karamuschkina dementierte am selben Tag die Information über die Festnahme Atambajews. „Er ist nicht festgenommen worden, sondern verteidigt sich in seinem Haus“, sagte sie. Atambajews Berater bestätigte, dass sich der Ex-Präsident zurzeit in seinem Haus aufhalte.

    Wie die Beraterin des Ex-Präsidenten, Kundus Scholdubajewa, zuvor mitgeteilt hatte, sei in Kirgistan eine Operation zur Festnahme Atambajews eingeleitet worden. Inzwischen sei die Zahl der verletzten Anhänger Atambajews auf mehr als zehn gestiegen.

    Dem Portal 24.kg zufolge ist dessen Journalistin Aida Dschumaschowa mit einer Gummikugel verletzt worden. Wie es weiter hieß, werden Verletzte allmählich vom Hausgelände entlassen. Die Spezialkräfte sollen Lärm- und Blendgranaten einsetzen.

    Das kirgisische Parlament hatte Atambajew am 20. Juni seine Immunität entzogen und eine Liste der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft übergeben. Daraus folgt, dass der Ex-Präsident der Teilnahme an einem korrupten Geschäft zur Modernisierung des Wärmekraftwerkes Bischkek, der Freilassung des Kriminellen-Chefs Asis Batukajew, der Abwicklung unlauterer Terraingeschäfte und sonstiger Taten verdächtigt wird. Im Falle eines Schuldspruchs droht Atambajew eine lebenslange Freiheitsstrafe.

    Atambajew hatte von 2011 bis 2017 das Präsidentenamt innegehabt.

    Der jetzige Präsident Kirgistans, Sooronbai Dscheenbekow, hat seinen einwöchigen Urlaub unterbrochen und ist nach Bischkek gereist.

    ls/msch/mt

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    Sooronbai Dscheenbekow, Almasbek Atambajew, Kirgistan