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    Olympische Symbolik auf den Straßen von Tokio

    Olympische Sommerspiele in Tokio: Südkurilen auf offizieller Webseite als Teil Japans dargestellt

    © REUTERS / ISSEI KATO
    Politik
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    Auf der offiziellen Webseite der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio ist eine interaktive Landkarte mit der Route des Olympischen Fackellaufs veröffentlicht worden. Dabei wurden die Südkurilen-Inseln als Teil Japans dargestellt.

    Auf der Karte sind Punkte zu sehen. Wenn man sie anklickt, kann man die Präfekturen und Ortschaften ansehen, durch die die Route des Olympischen Fackellaufs verläuft sowie diesbezüglich zusätzliche Informationen erhalten.

    Die Südkurilen, die auf der Karte zur Präfektur Hokkaido gehören, kann man allerdings nicht anklicken. Denn die Feierlichkeiten anlässlich des Fackellaufs betreffen gemäß der Karte die Südkurilen nicht.

    Die Olympischen Spiele 2020 sollen vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 in Tokio stattfinden.

    G20-Gipfel in Japan

    Zuvor war berichtet worden, dass auf der offiziellen Homepage des G20-Gipfeltreffens im japanischen Osaka ein Video veröffentlicht worden sei, das eine Landkarte zeigte, auf der die Kurilen-Inseln als Teil Japans dargestellt waren.

    Kurilen-Frage

    Den Dialog Moskaus und Tokios überschattet seit Jahren das Fehlen eines Friedensvertrages nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Bedingung für seinen Abschluss nannte Japan die Rückgabe der Südkurileninseln Kunaschir, Schikotan, Iturup und Habomai. Dabei verweist Tokio auf ein bilaterales Traktat über Handel und Grenzen von 1855.

    Position Moskaus

    Die Position Moskaus besteht darin, dass die Südkurilen im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges zum Bestandteil der UdSSR geworden sind und die russische Souveränität über diese Inseln – die eine entsprechende völkerrechtliche Verankerung hat – keinem Zweifel unterliegt.

    1956 haben die UdSSR und Japan eine Gemeinsame Deklaration unterschrieben, in der Moskau zustimmte, die Möglichkeit der Übergabe von Habomai und Schikotan nach dem Friedensvertragsabschluss zu erwägen. Das Schicksal von Kunaschir und Iturup ist dabei nicht besprochen worden.

    Die UdSSR rechnete damit, dass dieses Dokument den Streit um die Inseln beenden würde, doch Japan sah darin nur einen Teil der Problemlösung. Die nachfolgenden Verhandlungen brachten nichts.

    Verhandlungsprozess noch nicht abgeschlossen

    Im November 2018, nach dem Treffen zwischen Putin und Abe in Singapur, verkündeten die beiden Seiten eine Beschleunigung des Verhandlungsprozesses hinsichtlich des Friedensvertrages und der Kurilen. Es wurde beschlossen, als Grundlage das Dokument von 1956 zu nehmen, was vonseiten Japans ein großes Zugeständnis war.

    Allerdings sind Moskau und Tokio bis dato zu keiner Übereinkunft gekommen.

    ak/ae

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    Tags:
    Olympische Spiele, Landkarte, Südkurileninseln, Japan, Russland