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04:05 23 Oktober 2019
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    SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider

    „Die Feldherrenpose nutzt sich ab“: SPD-Politiker widerspricht US-Drohung zum Truppenabzug

    © AFP 2019 / STEFFI LOOS
    Politik
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    Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat Deutschland wegen seiner Verteidigungsausgaben mit einem teilweisen Truppenabzug gedroht. Der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider widerspricht ihm mit scharfen Worten.

    „Diese Äußerungen sind unter Verbündeten völlig unangemessen“, sagte er gegenüber dem „Spiegel”-Magazin mit Blick auf die entsprechenden Aussagen der US-Botschafter in Deutschland und Polen, Richard Grenell und Georgette Mosbacher. Deutschland lasse sich nicht erpressen, betonte Schneider.

    Grenell hatte zuvor in einem DPA-Interview erklärt: „Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden.”

    Die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, verkündete wiederum via Twitter, Polen erfülle seine Zahlungsverpflichtung von zwei BIP-Prozent gegenüber dem westlichen Militärbündnis, für Deutschland gelte das allerdings nicht.

    „Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen”, schrieb sie.

    Nach einer deutlichen Erhöhung in den vergangenen Jahren beträgt der angestrebte Verteidigungsetat Deutschlands aktuell 1,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und liegt somit noch unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent.

    jeg/sb/dpa

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    Tags:
    Truppenabzug, SPD, Richard Grenell, Deutschland, USA