05:53 19 November 2019
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    Die Südkurilen-Insel Kunaschir

    Moskau: „Japanische“ Südkurilen auf Landkarte zu Olympia-2020 vergiften bilaterale Beziehungen

    © Sputnik / Andrej Schapran
    Politik
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    Das Markieren der Südkurileninseln auf einer zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio vorbereiteten Landkarte als „japanisch“ ist rechtswidrig und vergiftet die Beziehungen zwischen Russland und Japan. Das erklärte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag in Moskau.

    Derartige Schritte würden die Lösung komplizierter Probleme im Verhältnis beider Länder nur erschweren. Diese Aktion werde auch Tokio selbst keinen Nutzen bringen, sagte die Sprecherin.

    Territorialstreit zwischen Russland und Japan

    Zuvor war auf der offiziellen Website der Olympischen Spiele von 2020 in Tokio eine Karte Japans samt den russischen Inseln Kunaschir, Schikotan, Iturup und Habomai (nordöstlich der Insel Hokkaido) veröffentlicht. Japan erhebt seit Jahren Anspruch auf diese Inselgruppe, die nach der Zerschlagung der kaiserlichen japanischen Kwantung-Armee durch die Sowjettruppen zum Abschluss des 2. Weltkrieges in den Staatsverband der damaligen Sowjetunion aufgenommen wurden.

    Immer noch kein Friedensvertrag

    Die Zugehörigkeit der vier Südkurileninseln zur UdSSR ist in einem entsprechenden sowjetisch-japanischen Vertrag festgehalten. Die beiden Länder haben immer noch keinen Friedensvertrag. Tokio macht seinen Abschluss von der Rückgabe der Südkurilen abhängig. Moskau geht davon aus, dass die Souveränität Russlands über die vier Inseln unumstritten ist.

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    Tags:
    Friedensvertrag, Protest, Maria Sacharowa, Landkarte, Olympia, Südkurileninseln, Japan, Russland