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11:42 19 August 2019
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    Bau der Pipeline Nord Stream 2

    Wie in der Reagan-Ära: USA können mit Nord Stream 2-Verhinderung scheitern – Bloomberg

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Politik
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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (35)
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    Die Bemühungen der USA zur Verhinderung der Erdgasleitung Nord Stream 2 sind nach Ansicht des Mitarbeiters des Oxford Institute for Energy Studies, Jonathan Stern, höchstwahrscheinlich zum Scheitern verurteilt. Allerdings hätten die Vereinigten Staaten noch eine Möglichkeit, die Situation umzukehren. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

    Der US-Senat habe über einen Gesetzentwurf, der Sanktionen für den Bau des unterseeischen Teils der Pipeline vorsieht, noch nicht abgestimmt, erinnert die Nachrichtenagentur ihr Publikum. Die Gasleitung sei inzwischen beinahe bereit, und solle in diesem Jahr abgeschlossen werden.

    Der schwankende Versuch der Vereinigten Staaten, die Pipeline zu verhindern, ähnele den erfolglosen Schritten, die die USA während der Reagan-Ära in den frühen 1980er Jahren unternommen hätten, um die sowjetischen Gasexporte nach Europa zu begrenzen, sagte Jonathan Stern, Senior Research Fellow am Oxford Institute for Energy Studies, gegenüber der Nachrichtenagentur.

    „Sie (die US-Bemühungen) wurden damals abgewehrt und waren unwirksam, und ich denke, wir können heute das gleiche Ergebnis erwarten“, fuhr er fort. „Das alles scheint wahrscheinlich zu spät zu sein, um eine große Bedeutung zu haben, weil die meisten Teile der Pipelines bereits verlegt wurden. Es sei denn, die USA versuchen rückwirkende Sanktionen, die meiner Meinung nach wirklich einen Sturm auf dieser Seite des Atlantiks auslösen könnten.“

    Nord Stream 2

    Die Gaspipeline Nord Stream 2, die von Russland am Boden der Ostsee nach Deutschland verlaufen soll, ist bereits zu weiten Teilen gebaut und soll Ende 2019 in Betrieb gehen. Die etwa 1200 Kilometer lange Leitung soll jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportieren.

    Die Pipeline soll durch die Territorialgewässer sowie ausschließliche Wirtschaftszonen von Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland verlaufen.

    Deutschland und Österreich, die an verlässlichen Gaslieferungen interessiert sind, setzen sich für den Bau der Gasleitung ein. Auch Norwegen, dessen Regierung über einen Anteil von 30 Prozent an dem Unternehmen Kvaerner, einem der Auftragnehmer beim Bau der Pipeline, verfügt, unterstützt das Projekt.

    asch/ae

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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (35)
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    US-Sanktionen, Sanktionen, Verhinderung, Nord Stream 2, Deutschland, USA, Russland, Russland