18:25 30 März 2020
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    Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat in einem Zeitungsinterview die US-Drohung einer Truppenverlegung von Deutschland nach Polen kommentiert.

    Der amerikanische Botschafter in Berlin, Richard Grenell, soll früheren Medienberichten zufolge einen teilweisen Truppenabzug in Aussicht gestellt haben – mit Blick auf die deutschen Verteidigungsausgaben, die aktuell 1,36 Prozent betragen und somit unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent liegen. Auch die US-Botschafterin in Warschau, Georgette Mosbacher, hat dafür plädiert.

    In Reaktion darauf warnte Ischinger in einem Gespräch mit der „Bild”, dass eine Verlegung von Truppen von Deutschland nach Polen gegen die Nato-Russland-Grundakte verstoßen würde.

    US-Drohung mit Truppenabzug

    Kurz vor den geplanten Europa-Reisen von US-Präsident Donald Trump haben die USA ihre Drohungen mit einem Teilabzug ihrer Truppen aus Deutschland verschärft.

    Grenell hatte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Es ist wirklich beleidigend, zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“.

    Zuvor hatte die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, auf Twitter geschrieben:

    „Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der Nato. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.

    jeg/ae

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    Tags:
    Wolfgang Ischinger, Abzug, Truppen, Polen, Deutschland, USA