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04:34 23 Oktober 2019
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    Polizistin vor der Moschee Al-Noor in Christchurch (Archivbild)

    Neuseeland kauft über 10.000 Gewehre von Bevölkerung zurück

    © AFP 2019 / SANKA VIDANAGAMA
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    Die neuseeländische Regierung hat im Rahmen eines Sturmgewehr-Verbots über 10.000 Gewehre von der Bevölkerung zurückgekauft, teilte die Zeitung „Guardian“ am Montag mit. Das Programm wurde kurz nach den tödlichen Attacken auf zwei Moscheen in Christchurch im März vereinbart.

    Die Gesetzesvorlage, die die meisten automatischen und halbautomatischen Gewehre sowie Komponenten zur Modifizierung anderer Waffen verbietet, wurde im April verabschiedet. Zum Anstoß des Verbots wurde der Angriff auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch Mitte März, wobei der Attentäter Selbstlade- sowie Sturmgewehre nutzte.

    Brenton Tarrant, der Schütze von Christchurch, kaufte die Waffen legal in Neuseeland, obwohl Experten zunächst vermutet hatten, dass er sie auf dem Schwarzmarkt beschafft hatte.

    Das staatliche Rückkaufprogramm startete Mitte Juli. Seitdem wurden laut Angaben des „Guardian“ 10.242 Schusswaffen zurückgekauft und weitere 1.269 Gewehre den Behörden unter Amnestie übergeben.

    Unter Amnestie“ bedeutet, dass die Polizei keine Fragen dazu stellt, wann oder wie Besitzer die jetzt verbotenen Waffen erworben hatten.

    Der ehemalige Fitness-Trainer Brenton Tarrant sitzt derzeit in Untersuchungshaft, ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Prozess soll im Mai 2020 beginnen.

    msch/mt

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    Tags:
    Guardian, Christchurch, Attacke, Waffen, Moscheen, Sturmgewehr, Gewehre, Neuseeland