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    Ein Krieg zwischen Russland und den USA könnte im Schwarzen Meer ausbrechen, schreibt „The National Interest“. Das könnte passieren, wenn ein Schiff der US Navy auf eine alte Mine fährt. Ein russischer Vize-Admiral kommentiert.

    Mindestens 18.000 Minen aus dem Zweiten Weltkrieg sind laut dem Kolumnisten Lyle Goldstein im Schwarzen und Asowschen Meer noch vorhanden. „Sie lauern irgendwo auf dem Meeresgrund“, schreibt er im „National Interest“. „Es ist nicht schwer, sich einen Krieg zwischen Russland und den USA vorzustellen, sollte ein amerikanisches Schiff bei einer Übung sinken, nachdem es von so einer Mine gesprengt worden ist.“

    Mitte Juli fand ein US-geführtes Marinemanöver im Schwarzen Meer statt: „Sea Breeze 2019“. 32 Schiffe, 24 Flugzeuge und über 3.000 Militärangehörige waren daran beteiligt. Befehligt wurde das Manöver vom Hauptquartier in der ukrainischen Hauptstadt Odessa aus.

    Den USA und ihren Partnern sei es darum gegangen, „die Stabilität in der Region zu erhöhen“, hieß es offiziell. Washington habe „vor Russlands Haustür“ seine Kraft demonstriert, schreibt Goldstein. „Aber das Risiko dieses Manövers ist in Washington nicht angemessen bedacht worden.“

    „Warum denn gleich Krieg?“ sagt indes der russische Vize-Admiral Petr Swjataschow, ehemaliger Stabschef der russischen Schwarzmeerflotte. Wenn ein Schiff auf eine Mine stoße, müsse es doch keinen Krieg geben: „Vielleicht bekommt das Schiff ein kleines Leck. Das kann man abdichten und weiter geht es. Wieso gleich Krieg?“

    Wenn nicht Minen, dann U-Boote: Sollten amerikanische Flugzeugträger ins Schwarze Meer fahren, würden sie dort „von russischen Diesel-U-Booten“ und mobilen Schiffsabwehrsystemen vernichtet werden, schreibt Goldstein weiter. „Von den Flugzeugen ganz zu schweigen, die mit Hyperschallraketen Typ ‚Kinschal‘ bewaffnet sind.“

    Der russische Experte dazu: „U-Boote im Schwarzen Meer? Unsere U-Boote jedenfalls fahren immer aus dem Schwarzen Meer raus, durch den Bosporus Richtung Mittelmeer. Der Experte scheint mir ein Exzentriker zu sein und kein Fachmann.“

    Vom 1. bis 12. Juli fand im Schwarzen Meer das Marinemanöver „Sea Breeze 2019“ statt. Daran waren 19 Länder beteiligt, unter anderem die USA, die Ukraine und Georgien sowie Nato-Länder Süd-, Südost- und Mittelosteuropas.

    Die russische Schwarzmeerflotte überwachte das Manöver. Außerdem trainierten russische Schiffsabwehreinheiten am 1. Juli das Verlegen mobiler Antischiffssysteme ins Einsatzgebiet und die Vorbereitung von Raketenschlägen zur Bekämpfung von Seezielen.

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    Tags:
    Krieg, Manöver, USA, Russland