SNA Radio
    Hilfskonvoi aus Russland (Symbolbild)

    Russland will serbische Enklaven im Kosovo mit humanitären Hilfsgütern versorgen

    © Sputnik / Sergej Awerin
    Politik
    Zum Kurzlink
    91437
    Abonnieren

    Die Organisation „Russische humanitäre Mission“ und die Serbisch-orthodoxe Kirche haben die Entsendung von humanitären Hilfsgütern an im Kosovo lebende Serben organisiert. Das teilte der Geschäftsleiter der Vertretung der „Russischen humanitäre Mission“ auf dem Balkan, Branimir Nešić, am Montag gegenüber der Zeitung „Iswestija“ mit.

    Demnach werden 300 Familien mit etwa einer Tonne Nahrungsmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs beliefert werden.  

    Obwohl es keinen bewaffneten Konflikt mehr gebe, sei die sozial-wirtschaftliche Situation in den serbischen Enklaven im Kosovo nach wie vor angespannt, sagte Nešić.

    Ihm zufolge sind die Lieferungen wegen der Position von Priština erschwert.

    „Viele Leute können sich jetzt nicht normal ernähren. Oft sind wichtige Waren auf den Ladenregalen in jenen Teilen des Kosovo, die von der serbischen Bevölkerung besiedelt sind, einfach nicht zu finden. Außerdem sind die Preise für einige Dinge so hoch, sodass sich die Leute diese nicht leisten können“, erläuterte Nešić.

    Wie er weiter betonte, sollen humanitäre Hilfsgüter bis Ende Oktober gebracht werden. Damit werde die humanitäre Hilfe an die Kosovo-Serben aber nicht zu Ende gehen.     

    Laut dem Balkan-Experten Pjotr Iskenderow vom russischen Institut für Slawistik ist die Situation unter anderem durch den Beschluss von Priština erschwert, Zölle von 100 Prozent auf die aus Serbien und Bosnien-Herzegowina einzuführenden Waren zu verhängen.

    „Die wichtigsten Verbraucher dieser Waren waren nicht die Kosovo-Albaner, sondern die Bewohner der serbischen Enklaven ... Die Grenzkontrollen wurden verschärft. Ein Teil der Waren kommt jetzt über graue Schemen an. All dies führt zu einem Preisanstieg bei Erzeugnissen. In der jetzigen Situation können sich die Serben auf niemanden verlassen, da die interethnische Beziehungen im Kosovo kompliziert bleiben“, sagte der Experte.

    ns /mt      

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Pjotr Iskenderow, Branimir Nešić, Zeitung Iswestija, Hilfsgüter, Kosovo, Serbien